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Gewitterstimmung

Samstag
7. August 1999

 

Grillwandern

Die letzte Nacht verlief etwas unruhig, da gewaltige Donnerschläge es nicht anders zuließen. Wir hatten zwar gesagt, wir hätten nichts gegen Regen in der Nacht aber bei Gewittern sollte sich die Zeit auf 20.00 bis 23.00 Uhr beschränken. Mal sehen, was das Verkehrsbüro dazu meint. Wir schliefen jedenfalls wieder ein. Maximilian schien das Gewitter aber auf die Stimmung geschlagen zu sein. Er war praktisch von früh an ungenießbar. Dann hatte er gestern auch noch vergessen, den Helm abzugeben, was er nach dem Frühstück nachholen mußte. Wir verabredeten uns im Sportbus, was auch gut klappte. An der Rothornbahn herrschte starker Andrang und Heidi paßte nicht mehr mit in die Gondel; nein nicht gewichts- sondern ausschließlich zahlenmäßig. Auf der Mittelstation Scharmoin stiegen wir aus.

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Vermutlich ein Alpensalamander

Der Wanderweg zum Wasserfall ist sehr idyllisch und belehrt anhand von Tafeln über hiesige Pflanzen. Wir sahen sogar ein Paar schwarzer Kriechtiere. Ob es sich um Salamander oder Echsen handelte, konnten wir ohne Bestimmungsbuch nicht festlegen. Auf der Horizontalen läuft es sich sehr angenehm. Leider hatten wir arge Probleme, den Grill bzw. das Feuer gängig zu machen. Durch den Gewitterguß der letzten Nacht, war das Holz nicht in optimaler Verfassung. Nachdem unsere Streichhölzer aufgebraucht waren, fragte ich bei "Nachbars", die außerdem noch eine Feuersalbe zur Verfügung stellten. Selbst damit brauchte es seine Zeit, bis die erste Wurst notgar wurde. Zweieinhalb Stunden verbrachten wir an der Feuerstelle, oder waren es drei, bis unsere vier Würstli verzehrt waren. Ein Wanderer mit Irischem Wolfshund übernahm gern das endlich intakte Feuer.

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Am Wasserfall______________Noch qualmt es mehr______________Aber dann brannte es doch
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Alles auf der Alp produziert

Heidi hatte sich ausschließlich in der Sonne wärmen können. Nun gut. Maximilian hatte sowieso keine Lust mehr, obwohl er das Feuer sehr gut geschürt und gehütet hatte und so ging er heim und wir auf die Alp Sanaspans. Dreißig Minuten Wanderzeit versprach eine Reklametafel. Diesmal wurde der Weg ausgesprochen kraxelig aber dadurch auch sehr kurzweilig. Der Blick ins Tal bot ständig neue Perspektiven. Und auf der Alp wird man von den Wirtsleuten mit selbstgemachten Ziegenkäse und vielen anderen Angeboten verwöhnt. In der Sonne sitzend mit phantastischem Blick ins Tal und über einige Gipfel kann man wieder Kraft für den Abstieg sammeln. Der verläuft dann ziemlich geradlinig aber dafür um so steiler. Es sei denn, man weicht im unteren Teil etwas vom Wege ab. Der Postbus kam jedenfalls wie gerufen und so waren wir um 17.15 Uhr wieder in unserer Casa Selva, in der Maximilian seiner Regeltätigkeit nachging. Ich hielt ihn zum Lesen an, was seinem Mißmut keinen Abbruch tat. Heidi und ich gingen ersteinmal baden an den See, wo wir eine Badenixe ablösten, die wir schon vor zwei Tagen dort getroffen hatten. Maximilian hatte sich inzwischen umgezogen und verschwand alsbald zum Fußballspielen. Seitdem frönen wir unseren Regeltätigkeiten (Lesen, Kochen, Tagebuch). Als Maximilian heimkam gab's Spaghetti mit gebratenem Speck und Wirsingkohl - lecker.

Wir spielten noch zwei Partien Scrabble. Über den Sieger schweigt des Sängers Höflichkeit, was niemanden nachdenklich zu Bett gehen ließ.

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