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Wandertag

Dienstag
5. September 2017

15 km

 
|Übersicht|

Die Soča-Quelle

Um pünktlich gegen 10.00 Uhr in Trenta zu sein, standen wir heute pünktlich um 7.00 Uhr mit dem ersten Glockenschlag auf. Insgesamt klappte alles ganz gut. Den Geruch des Gummiabriebs wahrnehmend, die unendlich vielen Kurven der Paßstraße hatten die Reifen erhitzt, stiegen wir kurz nach 10.00 Uhr aus dem Auto.

Wie wir in der Information erfuhren, hatte uns das Internet zurecht keine Busverbindung zur Quellabzweigung angezeigt, denn die gibt es nur bis zum 31. August. Aber der Weg sei nach einem kurzen, heftigen Anstieg am Anfang danach sehr bequem und auch gut hin und zurück zu schaffen. Also gut, probieren wir es.

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Die Hängebrücke"____________Die Soča___________________Ein Wurzelring

Nachdem wir die Brücke überquert und den Weg links gewählt hatten, ging es zickzack den Waldstieg hinauf. Es blieb auch nach dem Anfangsanstieg ziemlich hügelig, war aber gut zu bewältigen. Fotomotive boten sich zuhauf. Nach dem Queren der Straße, die von gefühlten tausend Motorradfahrern auf leiseren und lauteren Maschinen ausgiebigst genutzt wurde, kamen wir an eine Hängebrücke.

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Einfach nur...____________...wunderschön________________Julius Kugy

Zu unserem Leidwesen nutzten trotz eindeutigen Verbotsschildern auch Mountainbiker den Wanderweg. Zum Glück trafen wir sie hier und nicht an unwegsameren Stellen. Ab dem Denkmal von Dr. Julius Kugy mußten wir ein Stück der Straße folgen, bevor wir einigen Abstand zum Motorenlärm gewannen.

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Sehr gepflegtes Anwesen______Wildes Bett_________________Wieder zurück!

Auf der Terrasse der nahe der Quelle gelegenen Gaststätte sammelten wir neue Kräfte für den Abstieg. Die mit Kartoffeln gefüllten Ravioli in Pilzsauce halfen dabei. Für den Rückweg wählten wir eine teilweise andere Streckenvariante, um weniger von den Motorradorgien mitzubekommen. Aber vor allem war sie etwas kürzer.

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Wie kommt nur das Bier in den Hahn?

Von Trenta aus fuhren wir weiter durchs Sočatal nach Boveč. Das ist der größte Ort auf dem Weg nach Most na Soči. Was ins Auge sticht, sind die Läden der Adven­ture­veranstalter. Wer Radfahren, durch Bergbäche krabbeln oder Boot fahren möchte, findet hier alles. Schuhe und Andenken, Eis und diverse Ge­trän­ke werden reichlich angeboten. Wir blieben bei einem Obst- und Gemüse­händler hängen, bei dem es die so geliebten Feigen gab. Allerdings koste­ten sie in Ljubljana weniger als die Hälfte. Trotzdem konnten wir dem Angebot nicht widerstehen. Es war von der Qualität her, wie wir erst später merken mußten, aber nicht der gewohnte Standard.

Am Bahnhof von Most kamen wir schon eine knappe Stunde vor Abfahrt des Autozuges an und reihten uns an vierter Stelle in die Warteschlange ein. Da der Zug noch auf sich warten ließ, konnten wir uns im Bahnhofsbistro Erfrischungen bestellen. Als dann der Zug die mitgebrachten Autos los war, durften wir unser Auto auf den Waggons parken. Danach war noch genügend Zeit, mein Erfrischungsgetränk zu leeren.

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Fertig zur Abfahrt"___________Tunnelausfahrt______________Überall Berge

Pünktlich ging's dann los und wir passierten eine zwölf Tunnel, diesmal im Auto sitzend. Es war eine gute Entscheidung, das Sočatal auf diesem Wege zu verlassen. Die Passagiere waren heute sehr diszipliniert und verließen die Autos während der Fahrt nicht. Es war auf jeden Fall ein außergewöhnliches Erlebnis, denn dieser Art des Autozuge ist wohl einmalig.

Von Bohinjska Bistrica fuhren wir direkt zum Abendessen. Heidi bekam endlich ihre Forelle und ich bestellte mir die rustikale slowenischen Wurst mit Kartoffelsalat. Die erinnerte ein wenig an unpanierte, dick geschnittene Jägerschnitzelscheiben. Ich wurde gut satt. Zum Abschluß ließen wir uns je eine Dreiliterflasche Weiß- und Rotwein aus dem hiesigen Angebot abfüllen. Die Weine schmeckten uns nämlich sehr gut und sind wirklich ihren Preis wert.

Später am Abend warfen wir noch einen Blick in die Nachrichtensendungen und nahmen uns anschließend vor, dies für den Rest des Urlaubes zu unterlassen. Die ganze Welt scheint aus den Fugen zu geraten und die Natur spielt auch noch verrückt. Wir werden das alles erstmal ignorieren, denn zum einen fällt uns nichts ein, was wir gegen die Unbelehrbaren dieser Welt tun könnten und außerdem haben wir Urlaub.

Lahko Noč!

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