Slowenien - 4. September 2017
Rudno Polje
Als ich am letzten Dienstag die Touristenkarten kaufte, erzählte die Beraterin von der so schönen Hochebene östlich des Triglav. Die sollte heute unser Ziel sein. Zumal auch Martha und Mariam auf ihrem gestrigen Heimweg dort vorbeischauen wollten und damit diesen Tip bestätigten.

- Ausgangs- und Endpunkt
Unser Navi führte uns gut. Nur Heidi wren die steil abfallenden Straßenflanken nicht ganz geheuer. „Du fährst ja sicher, aber...”. Jedenfalls kamen wir auf dem fast leeren Riesenparkplatz des Wintersportzentrums Rudno Polje an. Unterwegs parkten überall Einheimische, die offensichtlich der hiesigen Pilzwelt ans Leder wollten. Deshalb hatten uns wohl unsere Bekannten ihr konkretes Ziel nicht nennen können. Erst mal schauen, wo es die geringste Konkurrenz gibt. Wenn man schon Pilze sucht, möchte man auch eine Mahlzeit zusammenpflücken.
Diesmal bekamen wir das mit der Rundwanderung hin. Obwohl die Karte nicht die beste war, fanden wir die gesuchte Querverbindung dank eines handynavigierenden Wanderers, der uns unsere aktuelle Position bestätigte. Wir hatten zwischendurch mal mehr oder weniger nach den Schlapphüten Ausschau gehalten, aber dann vor allem auf der Bergbahn und dann später auf dem eher weniger bzw. von Kühen begangenen Querweg kuglige Hutträger gefunden. Es war sogar einiges zusammengekommen. Um welche Arten es sich genau handelte, wollten wir später bei der Wirtin erfragen.

- Wetterküche

- Verflogen?
Nachdem wir uns an einem prominenten, weil mit mit Wegweisern versehenen Plätzchen Plätzchen und Obst einverleibt hatten, machten wir uns auf den Rückweg. Ein junger Mann mit Stöckern kam uns entgegengerannt, also bergauf. Aha Leistungssportler dahcte ich mir. Wir trotteten entlang von sommerurlaubenden Sesselliften bergab zum Parkplatz. Als wir dort eintrafen, holte uns der verrückte Läufer ein. Auf meine Frage, ob er mit seiner Leistung zufrieden sei, sagte er: „54 Minuten rauf und wieder runter”. Hut ab! Wenn er den prominenten Ort meinte, hatten wir von dort schon eine Stunde nur bergab benötigt. Vielleicht war er sogar bis zur Hütte gerannt, wer weiß?

- Vollmond ist übermorgen
Auf dem Rückweg hielten wir an der „Pizzerija Emma” und teilten uns eine Pizza. Als Heidi abends die Pilze schon zubereitet hatte, war ich immer noch satt. Die Wirtin konnte uns bei der Pilzbestimmung überhaupt nicht helfen und verwies uns an ihren abwesenden Ehemann. Der wußte auch anwesend nicht weiter. Nur die Pfifferlinge - hier wegen der Färbung Fuchspilze genannt - und Steinpilze seien seine Wahl. Na toll, da half dann letztendlich das Internet. Das mit den Butterpilzen war ja klar. Was blieb, waren der goldene und der graue Lerchenröhrling. Jedenfalls schmeckte uns die die Pilzmahlzeit vorzüglich. Eine Kostprobe ging auch an die Gastgeber, deren Lob wir erhielten.
Lahko Noč!



