Istrien - 31. Mai 2007
Auf zu Osts

- Ausgiebiges Frühstück
Nachdem Heidi ihre Haare gewaschen, ich mit der Beschaffung der Brötchen die Grundlage für das Frühstück und durch den Kauf des Kuchens für die Möglichkeit eines Reisesnacks gesorgt hatte, frühstückten wir ausgiebig. Frau Bernik hatte zwar angeboten, unseren Frühstücksabwasch zu übernehmen, aber Karin ließ sich das Vergnügen, so leicht zu warmen Händen zu kommen, nicht nehmen. Alles Mitnehmenswerte wurde in Taschen, Beuteln und Koffern und diese dann wiederum im Auto verstaut. Die abschließende Inspektion zeigte, daß wir nichts vergessen hatten. Andererseits blieb Heidis MP3-Player auch weiterhin verschwunden. Dann würden wir wohl eine eMail an die Pansion Winnetou schicken müssen mit der Bitte um Unterstützung bei der Suche. Wir verabschiedeten uns wortreich von Frau Bernik und fuhren um 9.25 Uhr vom Hof.
Auf der Schnellstraße kamen wir zügig voran. Den Tank hatten wir mit dem preiswerten kroatischen Benzin (1,10€) aufgefüllt. Die 14,- Kuna Maut konnten wir passend übergeben. Hoffentlich kann Karin die Reste der kroatischen Barschaft noch tauschen. Die Wechselstube auf der kroatischen Seite der Grenze zu Slowenien warb mit durchgehenden Öffnungszeiten von 10.00 bis 22.00 Uhr. Das sah doch gut aus. Leider wurde das Versprechen aber nicht umgesetzt, denn es war abgeschlossen, obwohl es schon weit nach 10.00 Uhr war. Auf der slowenischen Seite machten wir aus dem Augenwinkel eine weitere Wechselstube aus. Etwas unkonventionell rechts rangefahren, Karin aussteigen gelassen und anschließend rückwärts bis auf Höhe des Eingangs zur Wechselstube zurückgestoßen. Diesmal klappte die finanzielle Transaktion und wir hatten noch einige wenige Euros in der Urlaubskasse.

- Raststätte Eisentratten
Ljubljana rechts liegen lassend, steuerten wir den mautpflichtigen Karawankentunnel an. Um 12.00 Uhr nach 224 Kilometer fuhren wir in das gute Stück hinein und kamen in Österreich wieder heraus. Jetzt brauchten wir wieder eine Vignette für die hiesige Autobahn. Kein Problem. Allerdings bauen die Österreicher zur Zeit soviel an ihrer Autobahn herum, daß ein Preisnachlass gerechtfertigt erscheint, zumal ein Großteil der Baustellen über lange, einspurige Streckenabschnitte führt. Dadurch sinkt natürlich die durchscnittliche Reisegeschwindigkeit enorm. Nach 308 Kilometer machten wir an der Raststätte Eisentratten Pause. In der halben Stunde verdrückten wir unseren kroatischen Strudel, tranken Kaffee dazu und schafften Platz für weitere Getränke. Nach 424 Kilometer verließen wir in Höhe Salzburg kurz einmal die Autobahn. Wir hatten bald fünfeinhalb Stunden (mit Pause) für die Strecke benötigt. Auf jeden Fall wollten wir noch ein Mal tanken, bevor wir ins Benzinhochpreisland Deutschland zurückkehren würden. Um 15.00 Uhr passierten wir bei Salzburg die Grenze (439 km), kamen gut durch München (südliche Umfahrung) hindurch und trafen um 17.00 Uhr nach 664 gefahrenen Kilometern in Langenreichen ein.

- Der geschossene Bock

- Beim Festmahle
Dort erwarteten uns schon Ute, Alexander und Veronika, sowie der von Helmut frisch erlegte Rehbock, von dem uns Ute gestern schon telefonisch berichtet und dessen Fleisch sie uns feilgeboten hatte. Nettes Tierchen, der geschossene Bock.Aber zuerst erhielten die Kinder ihre kleinen Geschenke (Basecap/Flossen etc. bzw. Kette/T-Shirt) und Ute ein Paar Ohrringe und eine Flasche Traminac. Ich finde, Kinder können sich besonders schön freuen. Dann wurde der neue grill angezündet und das Bratgut herangeschafft. Das Bier steht ja hier gottseidank immer kühl. Endlich kam auch Helmut von der Arbeit und das Abendessen wurde aufgetragen. Zu den Steaks und den Würstchen wurden diverse Salate gereicht. Alles schmeckte vorzüglich und da wir heute mehr oder weniger den ganzen Tag gefastet hatten, mundete es nocheinmal so gut. Zur Verdauung bot ich vom mitgebrachten Slivovic an und fand in Helmut auch einen dankbaren Abnehmer. Zum Glück beließen es die Damen bei einem kleinen Digestiv.

- Veronikas Ständchen
Ja und dann kamen noch Irmgard, Martin und Robert auf einen Schwatz herüber - wirklich nett. Und sie brachten auch noch Wein und drei Päckchen Eier von glücklichen Hühnern für uns mit. Wir verlebten in fröhlicher Runde einen sehr schönen Abend, zumal Veronika uns noch ein Ständchen brachte und Martin auch noch von seinem persönlichen 80%igen Zwetschkenbrand kosten ließ. Das ist schon etwas ganz besonderes, dieser Tropfen. Wir sollten doch mal etwas länger vorbeikommen... Nachdem uns die Nachbarn verlassen hatten, wurde aufgeräumt und wir zogen noch in die Küche, denn der Gesprächsstoff wollte nicht ausgehen. Erst gegen 01.30 Uhr schafften wir es, in alle verfügbaren Betten zu fallen. Nur Karin hatte sich schon etwas früher verabschiedet. Gute Nacht!
Jost



