Istrien - 27. Mai 2007
Erkundung der weiteren Umgebung
Schon wieder ausschlafen! Ich war erst um 8.58 Uhr in unserer Biserka zum Brötchenkauf und es war bei weitem nicht so viel los, wir vorigen Sonntag. Da wir noch Brötchenüberhänge zu verzeichnen hatten, kaufte ich nur ein Maisbaguette. Nach dem Frühstück und den damit verbundenen Aufräumaktionen wurde gelesen, gerätselt und die eine oder andere Fotografie bearbeitet. Das zog sich so bis gegen ein Uhr hin, als Heidi langsam unruhig wurde. Die Frage "Wollen wir nicht noch etwas unternehmen?" wurde wiederholt in den Raum geworfen und so brachen wir nach Novigrad auf, das als Civitas Nova schon den alten Römern bekannt war. Die Stadtmauer sollte noch ganz gut erhalten sein, aber wir würden schon hineingelangen.

- Turm am Hafen
Auf dem Weg dorthin kamen wir an Tar vorbei, wo es die herrlichen Pizzen gibt und kreuzten unseren Wanderweg vom 15. diesen Monats. Über die damals schon gesichtete Wasserstraße und am Steinbruch vorbei gelangten wir schnell ans Ziel. Ein Parkplatz am Hafen war auch noch frei. So ein gemütlicher Sonntagsspaziergang hat schon was. Wir umrundeten also das Städtchen, beäugten die Straßen, Gassen und Plätze, bevor wir uns einen Eissalon aussuchten. Daß er sich "Europa" nennt, weist eventuell auf die Intensionen des Besitzers hin, war aber leider keine Qualitätsgarantie. Die Formel I-Geräuschkulisse erreichte bequem die Terrasse, paßte aber eigentlich nicht zum Eissalon. Außer uns saß noch ein einzelner Gast vorn an der Gasse, dem ein Novigrader eine Eiswaffel brachte. Leider geschah das erst nachdem wir unsere Eisbecher bzw. -pizza bestellt hatten, denn das hätte uns dann schon eher stutzig gemacht. Also meine Eispizza ging ja noch und auch Karins Nußeisbecher war halbwegs akzeptabel aber Heidis Erdbeercup bzw. das Eis selbst schmeckte sehr chemisch und blieb größtenteils im Becher.
- Vor der Stadt_________________Moderner Garten______________Im Schutze der Stadtmauer
Wir schlenderten noch etwas die kreuz, die quer herum, bevor wir uns wieder zum Auto begaben. Daß heute "Tag der offenen Weinkeller" in Istrien sein sollte, lasen wir zwar auf hier und da ausgehängten Plakaten, nur leider fanden wir keinen solchen. Schade eigentlich. Wir erkundigten uns noch in der Konoba "Marina", wo täglich von 12.00 bis 01.00 Uhr Livemusik sein soll, nach einem Tisch und nach der noch fehlenden Musik. Ein Tisch für drei Personen sei in der Vorsaison kein Problem und der Tanz begänne um 20.00 Uhr. So war auch das geklärt.
Zurück in der Villa Palma begab ich mich ans Tagebuchschreiben und die Damen setzten ihre vormittäglichen Aktivitäten fort. Zum Abendessen wurden leckere Spaghetti aglio e olio bereitet. Die getrockneten Peperoncini (frische gibt es erst nächsten Monat irgendwann) waren doch nicht so scharf, wie von der Verkäuferin angedroht. Es mundete trotzdem vorzüglich und wir verdrückten die gesamten 500 Gramm Pasta. Anschließend wurden volle vier Tagebucheinträge zum Vortrage gebracht und die neuen Fotos angeschaut. Und zu guter letzt wurde das Scrabble rausgekramt. Nach zwei Runden war schon wieder morgen und wir begaben uns zur Ruhe.
Jost



