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Pfingstmontag

Montag
28. Mai 2007

 
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Küstenwanderung

Auch heute hatte Jost bereits frische Brötchen in der Biserka erstanden, als ich gegen 9.00 Uhr an den Frühstückstisch kam. Der Tisch war wie immer von Heidi gedeckt, die aber heute morgen ein langärmeliges Pulloverchen trug. Nanu, kein Sommerwetter? Nun ja, 18°C ist nicht gerade meine Wunschtemperatur für ein gemütliches Essen auf der schattigen Terrasse zumal der Himmel offensichtlich nicht vorhatte, in wenigen Minuten aufzuklaren. In Ordnung ist das nicht, aber wir lassen uns von ein paar Wolken doch nicht die Laune verderben! Nach dem lecker Frühstück, wie immer mit Kaffee, Schinken, Käse, Marmelade und Honig sowie Saft, verrichten wir unsere täglichen Aufgaben. Nebenbei geht unser Blick immer wieder zum Himmel, und ab und zu lugt die Sonne schon mal hervor. Wir beschließen, heute eine kleine Wanderung entlang der Küste Poreč's zu unternehmen, Richtung Süden, so weit wir kommen. Vielleicht können wir die Sache mit einem Spanferkelessen in einer urigen Konoba abschließen, was wir beim Autofahren bereits öfter gesehen haben.

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Poreč von Norden

Also geht es gegen 11.00 Uhr los, das Thermometer zeigt auch schon 21°C. Zu Fuß laufen wir hinter unserer Biserka rechts am Hotel "Materada" vorbei zur Küste, schlendern gemütlich die Küstenpromenade entlang, wo man überall auch baden darf. Die Sonne scheint inzwischen, aber es ist auch etwas windig. Nur wenige Leute nutzen den Tag zum Baden. Gegen 12.30 Uhr erreichen wir das Zentrum von Poreč, wo wir mit Erstaunen feststellen, daß alle Geschäfte geöffnet sind. Gibt es hier keinen Pfingstmontag, d.h. als Feiertag? Na, jedenfalls laufen wir durch ein paar uns noch unbekannte Gassen der Altstadt, um wieder zur Küste zu kommen, nämlich zum kleinen Hafen.

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Poreč von Süden

Dort gibt es ja immer viele Souvenierstände, wo wir aber heute mal stöbern, wollen wir doch noch ein paar Kleinigkeiten für Ute und die Kinder kaufen, die wir auf der Rückfahrt unseres schönen Urlaubes noch heimsuchen wollen. Das gelingt uns fix, ein Shirt mit Pferdemotivfür Veronika, ein Paar Ohrringe für Ute, ein Kettchen für Veronika von mir, wobei auch für mich eine Kette abfällt und natürlich auch für Heidi sehr schöne Ohrringe. Jost bewahrt die Ruhe. Dafür gibt es sofort ein, zwei Kugeln Eis zum Schleckern und schon geht es weiter.

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Es wird sogar gesurft

Es ist auch schon nach 13.00 Uhr. Naja, wir haben ja Urlaub. Weiter geht es also auf dem Weg direkt am Strand entlang, wobei wir diverse Hotels und Ferienobjekte passieren. Nirgends ist ein Strandbereich abgesperrt, das Wasser ist immer erreichbar. In der Bucht Brulo befindet sich ein Strandbad mit Duschen, Toiletten und Bistros. Aber Duschen befinden sich überall am Strand, und überall ist es richtig sauber. Wir genießen die Aussichten über's Meer, beobachten Segelboote, Aussflugsschiffe mit Tomies an Bord und Surfer. Inzwischen ist hier und da auch mal jemand im Wasser. In der Plava Laguna kehren wir ins Restaurant "Istarska Hiža" ein und lassen uns Pizza und Bier kommen. Den Vergleich mit der in Tar verspeisten Pizza verliert die hier servierte natürlich, aber satt werden wir trotzdem. So gestärkt laufen wir weiter am Strand entlang, rechts das Meer links eine Hotelanlage mit hübschen Bungalows. Alles sehr sauber und gepflegt. Dann müssen wir auf einer asphaltierten Straße weiter. In dieser Bucht - Zelena Laguna - befindet sich eine Wasserskianlage, die auch in Betrieb ist. Interessiert sehen wir den Sportlern zu, so ganz einfach ist es wohl auch nicht, die Balance zu halten, während man an einem Seil übers Wasser gezogen wird.

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Die Panoramabahn
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Kein Dampfer da - zum Glück!

Während wir noch schauen und nachdenken, mit welchem Verkehrsmittel wir unsere Rückfahrt organisieren, ziehen dunkle Wolken auf. Im Nu kommt ein Wind auf, der sich fast zum Sturm entwickelt. Was nun? Erstmal in einem Bistro Schutz suchenund einen Cappuccino trinken. Ein Boot, wie wir hoffen, ist nicht an der Anlegestelle zu sehen. Außerdem wird mir schon vom Betrachten des aufgewühlten Meeres schlecht. Die Panoramabahn, eigentlich ein Elektrozug auf Rädern ist auch nicht das Richtige; es sieht nämlich stark nach Regen aus. Wir beschließen im nahe gelegenen Hotel ein Taxi zu bestellen, und gegen den Wind kämpfend, geht es im Laufschritt zum Hotel. Das dort von Jost georderte Taxi kommt nach knapp fünf Minuten und bringt uns wohlbehalten zur "Villa Palma", und mit 120,- Kuna, aber wenigstens trocken hatten wir ein nettes Vergnügen. Immerhin haben wir das sonnige Wetter maximal genutzt, 17 Kilometer waren wir gelaufen. Nun waren wir aber froh, Sturm und Regen entkommen zu sein.

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Beim Fernsehen

Jetzt würden wir mal den Fernseher nutzen. Gerade, ca. 17.30 Uhr, hatte ein amerikanischer Oldtimer-Film begonnen, ein Krimi mit Poirot, der am Tyrrhenischen Meer spielte. Anschließend sahen wir eine Dokumentation über die Insel Capri. Um 8.00 bzw 20.00 Uhr waren die Nachrichten interessant, und den Tatort mit Sodann und Annekathrin wollten wir alle sehen. Heidi hatte zwischenzeitlich Kartoffeln gekocht, die sie nun mit Butter und Salz aß. Jost und ich begnügten sich mit Nüssen, und das in unserem salon befindliche, aus den 60er Jahren stammende Bartischchenmit direkten Öffnungen Öffnungen für Flaschen und Abstellmöglichkeit für Gläser und Sonstiges, bewies tatsächlich seine Nützlichkeit. Nach dem Krimi gabe es eine weitere Folge über ein Experiment zum Leben von Steinzeitmenschen, wo Leute aus unserer Zeit in die Situation von damals versetzt wurden. Unser Fernsehabend wurde abgeschlossen von einer 15-minütigen Zusammenfassung des Lebens von Jörg Immendorf, der am Sonntag verstorben war. So haben wir heute fünf Stunden in die Röhre geschaut - exorbitant! Jost hatte am Nachmittag noch unsere Fotos überspielt. Diese sahen wir noch an, und bei Wein und Bier beschlossen wir den heutigen Tag gegen 23.30 Uhr.

Karin

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