Costa Rica - 28. März 2024

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Naturpark Manuel Antonio
Das Frühstück wurde von einem sehr gut ausgestatteten Buffet abgedeckt. Selbst Omelettes mit verschiedenen Zutaten wurden angeboten und entsprechend unseres Gustos von Heidi und mir bestellt.
Für den Besuch des wohl bekanntesten Naturparks Costa Ricas hatte Margit die Zugangszeit zwischen 8.00 Uhr und 8.40 Uhr zugewiesen bekommen. Wir sollten uns um 8.30 Uhr vorm Hotel einfinden, weil zur offiziellen Öffnung um 8.00 Uhr unglaublich viel los sein würde. Es gibt extreme Zugangskontrollen. Auf einer Zugangsliste dürfen maximal zehn Besucher eingetragen sein und die müssen in genau der vermerkten Reihenfolge vor ein Fenster treten und ihre Vornamen bestätigen. Vorher findet noch die unvermeidliche Taschenkontrolle statt. Es ist nämlich strengstens verboten Plastikflaschen und Proviant in den Park einzuführen. Ersteres soll die Umwelt schützen und zweiteres das Füttern der Tiere verhindern, wobei sich die Affen wohl gern selbst bedienen sollen. Angeblich dürfen täglich maximal 1200 Besucher dieses Procedere über sich ergehen lassen. Ob da die gefühlt 200 gegen Geld verfügbaren Guides mitgezählt werden, ist nicht bekannt.

- Ein Besucherstau
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- Gut getarnter Basilisk________________Ein Tagschläfer
Jeder dieser Guides führt eine Besuchergruppe über die Wege und Stege und zeigt auf die von ihm entdeckten Waldbewohner. Das auf einem großen Stativ befestigt, durchgängig einäugige Fernglas ermöglicht dann nicht nur die nähere Betrachtung sondern auch mittels Adapter das Fotografieren mit dem eigenen Smartphone. So kommt es ständig zu irgendwelchen Staus, schließlich wollen viele Besucher solche Fotos machen. Bei uns bildeten sich auf einem schmalen Steg Trauben, da mehrere Gruppen gleichzeitig das selbe Tier beobachten wollten. Heidi war kurz vorm Zusammenbruch.
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- Die Cafeteria____________________Harlekinkrabben__________________Andere Echse
Als wir es bis zur Cafeteria geschafft hatten, war das Schlimmste vorbei die Cafeteria war voll umfänglich mit Maschendraht vor den diversen Affen geschützt, was trotzdem einen seltsamen Eindruck hinterließ. Affen und Menschen hatten die Seiten des Käfigs getauscht. Hier hätte man wahrscheinlich sogar etwas Futter beiseite schaffen können. Die Käfige waren gut gefüllt und so wanderten wir, rechtschaffen transperierend weiter zu einem angepriesenen Aussichtspunkt.
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- Punta Serrucho - ganz vorn die Spitze________________Durchgeschwitzt aber glücklich
Bei der Hitze waren die vielleicht 213 Stufen hinauf zur Aussichtsplattform
Punta Serrucho 
Geologische Formationen
eine echte Herausforderung. Gut war allerdings, daß die allermeisten Besucher
sich nach der Cafeteria direkt an den Strand begeben hatten. So hatten wir die Treppen fast für uns alleine. Von den angegebenen zehn Prozent der vorhandenen weltweiten Artenvielfalt bekamen wir nur
Promillewerte zu Gesicht und die meisten hatten wir schon in den anderen Naturparks besser beobachten können. Die Aussichten auf den Pazifik ließen die Anstrengung jedoch angemessen erscheinen.
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- Baumtermiten___________________Kapuzineräffchen_________________Toller Strand
Wir passierten die Cafeteria ein zweites Mal und dann den ersten Strand. Da war es so voll wie an den bestens frequentierten Kaiserbädern. Und dazu kamen noch die frechen Kapuzineräffchen. Am zweiten Strand war alles leer und es gab ausreichend schattige Liegeplätze. Ein Teil der Truppe war schon vor Ort und wir gesellten uns dazu. Zu allererst wurden die vor Schweiß triefenden Obertrikotagen zum Trocknen in die Sonne gehängt. Und dann rief der Pazifik so vehement zum Bade, daß ich vergaß, Sonnencreme nachzulegen. Das Wasser war warm und trotzdem angenehm. Wir ließen uns treiben.
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- Der Leguan______________________Der Strand______________________Einsiedlerkrebse
Als wir zu den Handtüchern zurückkehrten, begrüßte uns ein Leguan. Es ist schon etwas ganz besonderes, in einem Meter Abstand das völlig in sich ruhende Tier zu beobachten. Dann rief erneut der Pazifik. Diesmal behielt sich meine Mütze auf. Sie bot den erhofften Schutz vor der gnadenlos brennenden Sonne, auch wenn sie gut naß wurde von den Wellen. Jede zehnte ist angeblich besonders groß. Es blieb aber alles im Rahmen.
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- Sehr zum Wohle____________________Ein Totenkopfäffchen

- Aber schön rötlich
Mit nicht ganz trockenen Shirts strebten wir gegen 14.00 Uhr in Richtung Hotel. Nach dem Duschen wollten wir noch eine Kleinigkeit essen, was wir dann auch im
Donde Alex taten. Die Preise
schienen hier ganz akzeptabel zu sein. Wir hatten aber nicht auf die Servicegebühr von 10% geschaut. Margit hatte uns gewarnt, daß hier und da sogar die gut 20-prozentige Mehrwertsteuer nicht
eingepreist ist. Aber es ging noch und geschmeckt hat es allemal. Wir sind noch die Hauptstraße hoch und runter flaniert, ohne etwas Attraktives zu entdecken. Auf der Dachterrasse überbrückten wir
bei Livemusik 
Hier spielt die Musik
die Zeit bis zum Abendessen. Von dort konnten wir sogar noch Totenkopfäffchen und einen Seeadler aus der Ferne beobachten. Der Sonnenuntergang blieb wieder verhängt
Der Tisch war für 19.00 Uhr bestellt und so trafen wir uns zehn Minuten vorher an der Schranke. Bis zum Restorante Relax waren wir vorhin garnicht gekommen. Wiedereinmal fanden alle an der großen Tafel platz. Die Karte bot für jeden Geschmack etwas Passendes zu angemessenen Preisen. Nachdem alle ihre Bedürfnisse gestillt hatten, bat Hilde um angemessene Ruhe für den Vortrag eines Gedichtes beziehungsweise einer Lobpreisung Margits. Jutta und Hilde hatten das gemeinsam anläßlich des letzten gemeinsamen Abends verfaßt. Es kam sehr gut an, ebenso wie unser aller Dankesäußerungen. Ja, Der hier lebende Sohn des anderen mitreisenden Ehepaares würde es morgen früh am Hotel für eine Aufenthaltsverlängerung abholen.

- Der Pub am Tage
Der Wirt hat er sich auch noch etwas einfallen lassen und spendierte eine Costa-Rica-Tasse zur Verlosung unter uns. Es wurden also 17 Loszettelchen in einen Losbeutel getan und jeder durfte sich ein Mal bedienen. Da Wirt verkündete nach dem Ziehungsvorgang die Gewinnzahl „Zehn!”. Und stellt Euch vor, die hatte ich in meiner Hand. Das ist doch mal ein Andenken mit einer eigenen Geschichte. Da hier generell alle Lokalitäten um 22.00 Uhr dicht machen, war dann auch bald Schluß mit unserem letzten, vollständigen geselligen Abend.
Buenas noches!



