Eine freundliche Betrachtung
Für den heutigen Tag wurde gemeinschaftlich beschlossen, einen "Ruhetag" einzulegen. Für den Autor dieser Zeilen war es schon der vierte infolge, aber alle anderen waren ja die Tgae davor mit wandern, schwimmen, autofahren und ähnlichen Urlaubsbeschäftigungen beansprucht, so daß Ihnen diese Ruhepause vergönnt war.
Aber wie immer die Ausnahme von der Regel: getreu dem Schlagermotto von Chris Doerk und Frank Schöbel "Was erleben, was erleben, was nicht jeden Tag geschieht...", besannen sich Barbara und Heinz darauf, daß sie nur noch bis Samstag auf dieser herrlichen Insel sind und ihre Zeit intensiv nutzen müssen, um mehr von hier kennenzulernen. Also kurzentschlossen entschieden sie sich für einen Kurztrip mit der Bahn, über den Barbara im Anschluß noch berichten wird... Die anderen frühstückten in Ruhe, faulenzten und beschäftigten sich so bis gegen ca. 14.00 Uhr, als Jost die Vorschläge unterbreitete, noch etwas gemeinsam zu unternehmen, wie Minigolf spielen, an den Strand fahren und zum Schluß einkaufen zu gehen.

- dicht daneben

- Alle Sieger
Gesagt, getan. Die Minigolfanlage entpuppte sich als relativ ungepflegt mit gepflegten Preisen von 4,50 € pro Person. Die 18-Loch Anlage forderte zu einem heißen Wettkampf unter heißen Sonnenstrahlen heraus. Siegerin der weiblichen Teilnehmer wurde Karin mit 71 Schlägen (CHARLOT) knapp vor Heidi (GUGUSSE). In der gemischten Männer- und Altherrenklasse siegt Jost mit 53 Schlägen (CHALLANGER) knapp vor Wilko 58 (AMATEUR) und Günter 62 (BRICOLEUR). Nach dieser Anstrengung wurde das nahe Mittelmeer aufgesucht. Am schönen Strand, leider etwas windig und nebenan etwas Lärm von Raupe und LKW, konnte man sich in die kühlen Fluten (gefühlte Temperatur 18-20°C) stürzen, was aber keiner machte. Nachdem Wili von seinem Strandspaziergang (Eistee und Tagebuchschreiben) zurückkehrte, spielte er mit Jost noch ein bischen Wasserpingpong und stürzte sich danach mutig ins Meer. Anschließend wurde der übliche Einkauf im Supermarkt getätigt, wo es um die Suche nach dem Wasser mit gaze ging oder ein guter und preiswerter Whiskey gesucht wurde und die weiteren Lebensmittelvorräte aufgefüllt werden.
Der Abend sollte gemütlich am Poolcafé mit Abendbrot und Fußballgucken enden, aber der hohe Menüpreis (18,50 €) und der kleine Bildschirm erforderten neue Lösungen. Die Männer setzten sich ins Auto und steuerten das Hafengelände mit seinen vielen Restaurants an und suchten sich eine Pizzeria mit großem Fernseher aus. Nach 3 Runden Bier zu je 5,50 € (darunter Heinz's verlorene Skatrunde), 2x Calzone und 1x Pizza sowie einem gutklassigen UEFA-Cup Endspiel Marseille-Valencia, das die Spanier verdient mit 2:0 gewannen (45. min rote Karte für Bartez) endete der Tag vor Schneiders Bungalow, wo die üblichen Absacker wie Rotwein und Pastis eingenommen wurden, die Frauen über ihren Blumenpflückspaziergang berichteten und Jostl zum Abschluß mit seiner Laptop-Foto-Videoshow die Massen begeisterte.
Günter
Extratour
Zu diesem 19. Mai möchte ich noch über unsere kleine Extratour am Ruhetag einige Randbemerkungen loswerden: Am Bahnhof erklärte der Schalterbeamte, der kleine Diesel-Wüstenexpreß jenseits der Gleise führe nach L'Ille Rousse, und er machte eine hektische Handbewegung, daß wir kurzerhand über die Gleise stürzten und in dem besagten Expreß Platz nahmen. Es ertönten so übliche Piff-Paff- und andere Geräusche, daß wir in Erwartung der unmittelbar bevorstehenden Abfahrt glaubten, es ginge gleich los. Doch nichts geschah. Und das eine halbe Stunde lang; der Wagen füllte sich immer mehr, wir saßen Knie an Knie (die Beinhaare des Gegenüber kitzelten!!!), als das Ding endlich im Schrittempo loslegte (11.32 Uhr). Bis Algajola fuhren wir, entlang der Felsenküste, durch die Berge und kleinere Ansiedlungen. Dort fanden wir ein klitzekleines, uraltes Städchen vor und einen tollen, fast menschenleeren Strand, das frische Meer usw. usf. Zurück wanderten wir die Calvi-Bucht ab und trudelten nach Einkauf im großen U wieder ein.
Barbara



