Slowenien - 29. August 2017
Wanderung zum Slap Savica
Wir hatten gestern nach dem angebotenen Frühstück gefragt und es dann für 9.00 Uhr bestellt. Für sieben Euro pro Nase erhielten wir diverse Scheiben Weißbrot, ausreichend Butter, Pflaumenmarmelade und einen gemischten Aufschnitteller zum Kaffee. Der Saft war in etwa 50-prozentig also nicht so nach unseren Vorstellungen. Was aber zu loben ist, war der Berg Rührei mit Pfifferlingen aus dem Wald. Ich werde noch zwei Brote für unterwegs.
Bevor wir starteten, wollte ich noch die von der Wirtin empfohlene Touristenkarte für uns besorgen. Gestern hieß es noch, die bekäme man bei ihr. Das hatte sich heute auf „beim Touristenbüro” geändert. Da sich eine Dependance am Mercator befindet, ging ich schnell zu Fuß. Das war ein Fehler, wenn in der Außenstelle der Touristeninformation war das Internet ausgefallen und damit er die unabdingbare Voraussetzung für die Fertigung der personalisierten Touristenkarten. Das Haupthaus sei nur fünf Gehminuten entfernt und ich möge es doch bitte dort versuchen. Ich meine, 29 € für für einen zehn Tages Ticket Center gerade mal 2,90 € pro Tag und nicht nur, daß man alle öffentliche Verkehrsmittel, Parkplätze und Museen dann frei benutzen respektive besuchen kann, auch bei diversen anderen Aktivitäten erhält man zwischen zehn und 50 % Rabatt. Das sollte sich im Allgemeinen schon lohnen. Also weiter ohne Auto zur großen Touristen Information.
Die Entfernung war wirklich nicht groß. Nur dass auch hier meinem Begehr nicht nachgekommen werden konnte, da der Drucker gestern nicht mehr wollte, aber sie könne es ja trotzdem noch mal probieren, meinte die Dame am Terminal. Das Bildschirmformular wurde ausgefüllt und der Druck gestartet. Und tatsächlich tat sich etwas. Ob das freundliche, streichelnde Stupsen den Drucker beeinflußte? Jedenfalls schien es nicht zu schaden, denn auch die zweite Karte wurde erfolgreich erstellt, hurra!

- Bergwiese

- Blick von der Teufelsbrücke
Inzwischen war es schon 10.30 Uhr geworden und Heidi hatte bereits eine Vermißten-SMS geschickt, da das Anrufen nicht funktionierte. Endlich starteten wir zu unserer ersten Wanderung. An der Teufelsbrücke, die circa 200 Mieter von unserer Unterkunft entfernt liegt, hielten wir uns links in Richtung See. Am Parkplatz fragten wir eine Flyer verteilende Einheimische, ob der gewählte Weg auch an den See führen würde, was mit einem klaren „Ja” beantwortet wurde. Leider stimmte das nicht so ganz, denn in diesem Falle verhielt sich die Natur kartengerecht und wir mußten entlang eines Bachbettes oder darin talwärts steigen, was Heidis Unmut hervorrief. Zum Glück waren es nur 300 Meter Strecke und 70 Höhenmeter, die wir erfolgreich absolvierten.

- Blick zurück
- Weg vor dem Abstieg_________Malerischer See_____________Idyll am Wegesrand

- Slap Savica
Die Strecke entlang des Sees und bis hinauf zum Parkplatz folgt einem bequemen Wanderweg. Am Wasserfall kam unsere neue Errungenschaft das erste Mal zum Einsatz. Die drei Euro Eintritt fielen für uns schon mal weg und so war das Tagessoll auf Anhieb um zehn Cent übertroffen. Das Erklimmen der 500 Stufen wurde dann durch den Anblick des größten slowenischen Wasserfalles und beim Absteigen durch die fragenden Blicke der Aufsteigenden belohnt. Und das Bier der Gaststätte am Parkplatz zischte gar sehr.
Auf dem schon bekannten Wanderweg gelangten wir wieder an den Strand des Wocheiner Sees und von dort ins Wasser, das mit gut 20 °C und absoluter Klarheit überzeugte. Die Fähre nach Ribžev Laz um 17.30 Uhr hätten wir gerade so geschafft, wenn sie gefahren wäre, wie es der Fahrplan im Heft zur Touristenkarte versprach. Tat sie aber nicht, weil das zweite dafür nötigen Boot kaputt beziehungsweise in Reparatur ist. Das erklärte uns dann auf der letzten Fähre Helena, die rechte Hand des Kapitäns.
- Schwimmen im See__________Damen mit Hund_____________Kirche sv. Janez
Das elektrische betriebene und dadurch sehr leise Boot glitt durch das spiegelglatte Gewässer, und nach einer halben Stunde voller sehr schöner Perspektiven landeten wir am anderen Ende des Sees wieder an. Und schon wieder hatten wir acht Euro von unserem Touristenkartenkonto verbraucht.
In unserer urigen Kneipe war es sehr voll, wir fanden aber noch ein Plätzchen unter dem alten Schleppdach. Ich aß diesmal eine leckere Gulaschsuppe und Heidi Cevapčiči. Wir waren wieder sehr zufrieden, zumal Heidi ihren langersehnten Heidelbeerlikör bekam. Der Auftakt hier war ein voller Erfolg und wir hatten gut 23 km zurückgelegt, eröffnet uns mein Schrittzähler. Nicht schlecht.
Lahko Noč!



