Slowenien - 8. September 2017
Entlang der Küste

- _________Piran
Da am frühen Morgen noch die Sonne schien, gingen wir gleich nach dem Aufstehen runter ans Meer schwimmen. Auf Anraten der Nachbarn hatten wir unsere Badeschuhe mitgenommen, die wir dann aber nicht brauchten. Es führten nämlich Treppen ins Wasser, von denen aus wir direkt losschwimmen konnten. Das Wasser war warm und superklar. Es war eine Wonne, vom salzigen Wasser getragen, vor sich hinzuschwimmen, zumal das Meer spiegelglatt dalag. Bis ein schnelles Boot Abwechslung in Form von Bugwellen zu uns aussandte. Diese wurden dann von der Ufermauer zurückgeworfen. Vom Ufer aus hätte man sicher toll die Wellentheorie in der Praxis bestätigt sehen können - Reflexion am losen Ende und ihre folgende Überlagerung. Auch ein Kormoran schaute zu.
Den restlichen Vormittag, nach dem ausgiebigen Frühstück, ließen wir uns von der Sonne auf unserer Terrasse verwöhnen. Der Sonnenschirm hatte mit dem Schattenspenden voll zu tun und wir ließen die Seele baumeln. Bis ein seltsames Knurren, das nicht vom Hund kam, uns auf die Idee brachte, uns in Richtung Piran aufzumachen. Dort würde es bestimmt ausreichend Nahrungsangebote geben.

- Hafeneinfahrt
Das Touristenzentrum Bernadin gleich nebenan gefiel uns nicht. In Fornače kann man ganz gut am Meer sitzen, hatte man uns gesagt. Aber wir gingen weiter. Gleich am Ortseingang von Piran gefiel uns die Terrasse einer Fischgaststätte dann doch sehr gut. Heidi entschied sich für die Sardinen und ich bestellte mir eine gemischte Muschelplatte. Leider sagt der optische Eindruck einer Lokalität nichts über den eigentlichen Zweck dieser Einrichtung - das Kochen - aus. In diesem Falle wäre es besser gewesen, wir hätten keinen freien Tisch gefunden. Jedenfalls kann die Küche nicht gelobt werden. Wäre ich bei den Miesmuscheln geblieben, hätte ich die Hälfte bezahlt und auch noch mehr davon gehabt. Ein Teil der zweiten Muschelsorte war garnicht erst aufgegangen und also nicht eßbar und die vier Stabmuscheln hätten sie sich auch schenken können. Dazu kam bei mir noch ein viel zu kalter Rotwein. Und Heidis wenige Sardinen hinterließen keinerlei bleibenden Eindruck. Also nächstes Mal werden wir weiter ins Piraner Zentrum gehen und uns dort umschauen.
- Mauerdurchbruch____________Rathausplatz________________Marktplatz
Das taten wir dann sowieso, wobei unser Augenmerk auf die Plätze, Märkte und Gassen gerichtet war. Piran soll früher ein Piratennest gewesen sein. Es ist auf alle Fälle sehr dicht bebaut und man fühlt sich schon hier und da in eine andere Zeit versetzt, bis einen die Musik des nächsten Straßenkaffees zurückholt. Für den Rückweg nutzten wir ab dem Ortsausgang den kostenfreien Shuttlebus, der alle zwanzig Minuten zwischen Piran und Fornače verkehrt. Sollte man ihn verpaßt haben, ist man schneller gelaufen.
- Seejungfrau_________________Erstes Haus am Platze________Der Hafen
Bei dem gegenwärtig schaurigen Wetter paßte das mit dem Bus ganz gut. Uns fiel ein, daß wir die Sitzkissen vor dem Losgehen nicht reingelegt hatten. Zum Glück hatte der Sohn der Nachbarn sie gerettet, sodaß sie nicht naß geworden waren. Trotz des durchwachsenen Wetters lagen die Temperaturen bei 24°C, was die Terrassennutzung beförderte.
Zum Abendbrot bereitete Heidi eine leckere Eierspeise mit Paprika, Zwiebeln und Salami, gekrönt mit gebratenem Schinken. Sehr gut! Den Abend ließen wir heute mit der „heuteshow” ausklingen, denn das ZDF war in der Senderliste des Fernsehers aufgeführt.
Lahko Noč!



