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Buggeru

Freitag
18. Mai 2012

 
|Übersicht|

bug.pngImmer an der Küste entlang

Heute werden wir eine letzte Wanderung im Iglesiente in Angriff nehmen. Dazu brauchen wir allerdings Hilfe. Ich hatte Federico gestern schon gefragt, uns gegen 18.00 Uhr aus Buggeru abzuholen, da wir wir dort nach der Küstenwanderung von Masua aus ankommen werden. Das wäre kein Problem, nur früh könnte er uns nicht nach Masua bringen, aber er würde seinen Onkel Luigi fragen. Und so erfuhren wir, daß unser Frühstücksbetreuer Federicos Onkel ist. Luigi fuhr uns bis an den wirklichen Beginn des Wanderweges, wenn das kein Service ist.

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Klettersteig mit Seil________Die einzige Leiter__________Oben angekommen

Nun ging die Kraxelei los. Ausgeruht, wie wir waren, kamen wir den Berg gut hinauf und genossen die tollen Ausblicke. Wir hatten die allgemein als anstrengendste angesehene Etappe hinter uns gebracht. Leider ist der anschließende Panoramaweg nicht allzulang und eigentlich geht es ständig rauf und runter. Am Porto die Canale Grande waren wir erstmal wieder auf Null. Und schon ging's wieder steil hinauf, was laut Wanderführer in die Knochen geht, aber durch eine "herrliche Aussicht" belohnt wird. Wir wollen uns an der Cala Domestica mit einer zünftigen Brotzeit belohnen.

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Pan di Zuccero
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Baumaterial?

Waren da nicht eben Stimmen? Bisher hatten wir keinerlei Wanderer getroffen. Siehe da, die bajuwarischen Landsleute aus der Oridda-Schlucht kamen uns entgegen. Ja, ihr Auto hatte noch dort gestanden weil sie nochmal zum Gumpen abgestiegen waren. Das Wasser war einfach toll zum Baden gewesen. Eine gute Stunde würden wir noch bis zur Cala Domestica brauchen. Na dann einen schönen Urlaub noch!

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Porto di Canale Grande

Unsere Brotzeit zogen wir etwas vor, da Heidi der Hunger übermannte. An einem schattigen Plätzchen unter einem alten Feigenbaum wurde das Ciabata aufge­schnitten, mit Frischkäse und Pesto bestrichen und abschließend mit Tomatenscheiben belegt. Das war nicht nur eine absolute Gaumenfreude, sondern gab uns auch Kraft für die letzten knapp zwei Stunden. Auf der im Wanderführer erwähnten Lorentrasse liefen wir zur Cala Domestica. Auf dem dortigen Parkplatz standen diverse Autos und am Strand hatten es sich einige Naturfreunde bequem gemacht.

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Eine Wandersmaid________Der Torre Spagnola____________Bequem ist was Anderes

Den Torre Spagnola ließen wir links liegen und gingen gleich durch den Felsentunnel zur Nebenbucht. Auch dort aalten sich mehrere junge Leute in der Sonne. Wir folgten unserem Wanderführer und somit dem Canale di Domestica in Richtung Buggeru. Der letzte Aufstieg zehrte noch einmal an den Kräften. Der Wanderweg war nach wie vor bestens gekennzeichnet allerdings unterschied er sich deutlich von der Wander­führerstrecke. Da wir es wirklich bei dem letzten Aufstieg belassen wollten, gingen wir einfach querfeldein bis wir auf den Rotherschen Weg treffen würden, was trotz Schwierigkeiten auch gelang.

Die Alternative, möglichst nahe an der Küste zu bleiben, hätte drei bis vier weitere Ab- und Aufstiege bedeutet, aber ohne uns. Wahrscheinlich belohnen einen die tollen Ausblicke, aber wir hatten schon genug gesehen und eigentlich vor allem Durst. Gut, die mit abgebrannter Maccia bedeckte Ebene von Is Tres Canabis ist augenscheinlich wirklich nicht der Renner, aber bekanntlich ist Durst ja schlimmer als Heimweh. Unsere 1½ Liter Wasser pro Nase waren nämlich inzwischen ausgetrunken.

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Blick über Buggeru

Endlich liefen wir an der Galeria Henry vorbei den gerölligen Fahrweg, der mit fünfzehn heiligen Szenen der Kreuzigung Christi geschmückt ist, zur Piazza Buggerus hinunter. "Due Birre grande per favor!". Die absolut tolle Wanderung hatte doch mehr geschlaucht als erwartet, zumal Heidi von ihrer Erkältung noch nicht völlig genesen ist. Aber das Bier zischte.

Wir meldeten uns bei Federico und er holte uns mit seinem schneeweißen, dreitürigen VW ab - ein tolles Auto. Er meinte, die italienischen Autos, wie FIAT zum Beispiel, seien nichts für ihn. Dabei heißt FIAT doch "Für Italiener Ausreichende Technik", klärte ich Federico auf. Er amüsierte sich köstlich darüber.

Ich fragte Federico, wie wir das mit der Rechnung erledigen wollten. Ich hatte zwar 400,-€ abgehoben, aber ob das reichen würde? Von Anfang an stand ein Schild auf der Rezeption, das darauf hinwies, daß POS zeitweise nicht funktioniere, was auch immer das "POS" sein sollte. Vielleicht mein schlechter Handyempfang? Nein, die Karten­zahlung (bei uns ePOS) ging nicht und die Rechnung belief sich auf 455,-€, die wir nicht mehr zusammenkratzen konnten. Ich versuchte es mit einer Überweisung mittes Internet. Das lief auch solange ganz gut, bis mir die Bank die TAN mittels Mobilfunk übermitteln wollte. Ohne entsprechenden Empfang ging da nichts mehr. Ende Gelände. Wir einigten uns, ich würde ihm 300,-€ bar geben und den Rest bei nächster Gelegenheit überweisen. So machen wir's.

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Der eigentliche "Sa Rocca"
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Und das dazugehörige Tal

Zum Abendessen bestellten wir Spaghetti aglio e olio und Heidi zusätzlich Carne. Die Spaghetti waren Klasse nur Heidi war mit ihrem Ziegenragout nicht so ganz zufrieden. Also durfte ich ran und ein klein wenig helfen, das Bestellte zu verzehren. Am Nachbartisch speiste eine dreiköpfige Familie aus Grenoble. Die vier Wochen auf Sardinien bewältigen sie tandemfahrend, wobei Lucas es sich im Hänger bequem machen darf. Später wollen sie auch mal Deutschland einen Besuch abstatten. Nach dem Grumello verabschiedeten wir uns auch vom Chef- und vom Beikoch und bedankten uns mit einem kleinen Beitrag in die Kaffeekasse, einem hier völlig unbekannten Ausdruck, für die erwiesene Freundlichkeit. Buana Notte!

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