Dienstag, den 27. Juli 1993
Die Teufelsmühle
Mischa und Freya brachen zu sechst auf nach Vilnius. Früh nieselt es leicht. Der ganze Tag bringt ausgesprochen wechselhaftes Wetter. Falko konnte nicht mitfahren, da die Therapie nicht angeschlagen hatte und er somit nicht laufen konnte. Nach erneuter Begutachtung des Fußes wurde kollektiv ein operativer Eingriff beschlossen und durch ein Fußbad vorbereitet. Nachdem die Nadel desinfiziert war, begann die Entfernung zweier Splitter, die als Ursache allen übels angesehen wurden. Falko hielt sich dank seiner Pfeife recht tapfer. Sogar mit der Nase kann er das Instrument zum Klingen bringen. Die Interpretation von Verzweiflung und Schmerz war durchaus gelungen.

- Der Tresen
Nachdem Falko verarztet war, suchten wir uns ein Ausflugsziel nahe Ignalina - die Teufelsmühle - aus. Falko, Ingo, Katja und Mandy ließen sich in Ignalina absetzen. Und wir suchten die Mühle verzweifelt. Endlich nach mehreren Fehlversuchen (umgestürzter Baum, Sackgasse mit steckenbleiben) fanden wir sie endlich an der Hauptstraße. Für hiesige Verhältnisse eine exquisite Ausstattung, die uns da empfing. Im Fernseher lief gerade "Biene Maja" und wir nahmen Tee, Kaffee und Cola sowie Salat und ein hackbratenähnliches Gericht (Endpreis 25,- Litei).

- Warten auf das Menü
Aufnahme der Ausgesetzten, Einkaufen, Eisessen und Rückfahrt bildeten den Abschluß der Erkundungsfahrt. Florian hatte die Pellkartoffeln gekocht, die dann von Heidi und Karin zu Kartoffelsalat veredelt wurden.
AIlja zeigte mir, wie die Sauna angeheizt wird. Ich zog den Würstchen ihre Plastehüllen aus und setzte sie auf's Feuer. Abends wurde der neue Saunatisch eingeweiht. Er bewährte sich hervorragend. Da die Kleinen schon fertig waren, wurde es ein wirklich geruhsames Saunieren. Und ich war so richtig entspannt, um auch Morpheus' Reich genießen zu können.



