Irland - 2. September 2023

- ____________Belfast
Tollymore Forest Park und Newcastle
Hier gab es das Frühstück nur partiell als Buffet nämlich was Joghurt, Obst und Süßes betraf. Ansonsten konnte man sich auf einer Karte das Frühstück auswählen. Es begann mit einem vollen irischen Frühstücksteller, setzte sich in einer abgespeckten Variante, bei der man drei Bestandteile des ersteren bestellen konnte, fort. Des weiteren wurde ein vegetarisches und ein kontinentales Frühstück angeboten. Die angegebenen Preise sollten wir nicht berücksichtigen, hatte Petra gesagt. Ich blieb trotzdem bei dem kleineren irischen Frühstück, da ich einen entsprechenden Hunger hatte. Die an der Decke installierte Klimaanlage pustet er genau auf meinen Rücken, was uns den Tisch wechseln ließ. Heidi entschied sich für den Salat und bestellt sich Olivenöl nach, weil das vollständig fehlte. Ich orderte später noch Honig für meinen Joghurt, um die Obstschale etwas aufzupeppen. So waren wir bestens gewappnet für den Spaziergang durch den Tollymore Forest.

- Irischer Nebel
Der liegt wieder in Nordirland in der Nähe des Seebades Newcastle. Gepflegt wird der Park, nicht überraschend, vom National Trust. Anfangs hatte die Sonne noch damit zu tun, den Nebel herunter zu drücken. Das schaffte sie aber im Verlaufe des Vormittags. Das Zufahrtstor, das fast einen Kilometer vor dem Besucherzentrum steht, ist so eng, daß wir mit unserem kleinen Gefährt gerade so hindurch paßten. Normale Reisebusse haben dort garkeine Chance. Wir kamen so bequem zum Ausgangspunkt der letzten Wanderung, dem Ticket Office. Die Allee dorthin ist mit beeindruckenden, alten Bäumen gesäumt.
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- Oben rechts die Sperrung____________________Die Horn Bridge
Am Ticket Office erfuhren wir, daß der schönste Wanderweg entlang des Shimna River wegen Sturmflutschäden gesperrt ist. Das war sehr schade aber nicht zu ändern. Die Alternativroute tangierte dann hier und dort das Flüßchen. Durch das Tor vor der Horn Bridge gelangten wir in den eigentlichen Forrest. Wobei die Horn Bridge selbst vom Tor überspannt und dann praktisch vom quer vor dem Tor verlaufenden Weg ebenso genutzt wird. Wir blieben am Bach in Richtung Shimna.
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- Unbenannte Brücke_____________Ein Admiral

- Ungewöhnlicher Baum
Der Zugang zum Uferweg war durch rot-weiße, teilweise zerrissene Bänder andeutungsweise gesperrt. Petra wies auf versicherungstechnische Risiken hin und führte uns durch den Forst bis zu Parnell's Bridge. Dort entdeckten wir einen durch nichts zu störenden Schmetterling, der sich an einer Brombeere gütlich tat. Auf der südlichen Seite des Shimna River bogen wie rechts zum White Fort ab, ohne uns des Forts bewußt zu sein. Hab ich erst jetzt auf der Karte des Parks eingezeichnet entdeckt. In der Natur war außer einer Lichtung nichts mehr zu erkennen. Dann wieder nach links in Richtung Hore's Bridge, die den Spinkwee Riva quert, gelangten wir zu einem Plätzchen, das ich für unser Picknick eignete. Hier wanderte eine Frau mit einem Maulesel an uns vorbei.
Später an der Altavaddy Bridge trafen wir sie dann erneut, grüßten und fragten, ob es sich um Maulesel oder -tier handelte bei ihrem Begleiter. Daher konnte ich oben schon von einem Maulesel schreiben, denn die Mutterstute war eine Eselin. Danach richtet sich wohl die Namenseinordnung. Wieder was gelernt. Wenn ein Hengst (Pferd) eine Eselei begeht, wird es halt ein Maulesel. Das ist doch mal 'ne Eselsbrücke. Da frage ich mich, wo der Begriff Maulheld auch herkommen könnte.
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- Stepping Stones______________Die Hermitage_______________Demolierte Brücke

- Tollymore Park
Am Südufer durfte wir nun endlich entlang des Shimna laufen und die Stepping Stones gefahrlos begehen. Selbst das Nordufer sah erholt aus. Die Hermitage lag malerisch am anderen Ufer. Man hätte sie sicherlich auch begehen können, wenn die Footstick Bridge nicht völlig demoliert gewesen wäre und den Gang an das gegenüberliegende Ufer ermöglicht hätte. Hier konnte man zumindest erahnen, wie die Natur gewütet hatte. Hinter der Old Bridge gelangten wir dann in die eigentliche Parkanlage, wo zum Abschluss ein Reisegruppenfoto aufgenommen wurde.
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- Slieve Donard___________________Irish Coffee___________Wo geht' da nur hin?
Mit dem Bus ging's dann raus aus dem Park, vorbei am kirchenhaft anmutenden, ehemaligen Speicher, in Richtung Newcastle. Das beliebte nordirische Seebad sollte uns ein Beispiel für britische Seebäder geben. Im Gegensatz zu den Ostseebädern beispielsweise ist die Promenade hier ausschließlich dem Prominieren gewidmet. Außer Kinderspielplätzen ab und an gibt es auf der einen Seite nur die irische See und auf der anderen Seite Wiese oder Mauern. Zum Einkaufen muß man ins „Landesinnere” und der dortigen Hauptstraße folgen, auf der der Autoverkehr die Aufmerksamkeit strapaziert. Wir fanden einen gemütlichen, gut frequentierten Pub, in dem wir uns einen Irish Coffee genehmigen.
Den restlichen Nachmittag hatten wir im Hotel genügend Zeit, unsere morgige Abreise mit dem füllen der Koffer vorzubereiten. Das Abendessen war für 19.30 Uhr anberaumt. Hier wurde die Teilnehmerliste mit den individuellen Kontaktdaten befüllt, bevor beziehungsweise währenddessen die Bestellungen aufgenommen wurden. Das Menü überzeugte ein weiteres Mal. Zufrieden wechselten wir in die Bar und fanden uns in größerer Runde zusammen. Nur Jürgen, unser Weiterreisender, hatte sich heute schon am Morgen verabschiedet. Er wollte noch drei, vier Wochen Schottland erkunden. Dazu hatte er zeitig nach Belfast aufbrechen müssen, um die Fähre nach Canyon zu erreichen. Allerdings wurde auf der dortigen Insel die Eisenbahn bestreikt, sodaß er auf den Bus umsteigen mußte und gar nicht genau wußte, ob er in Glasgow planmäßig eintreffen würde. Wir alle drückten ihm unsere Daumen und genossen unser Guinness. So läßt es sich aushalten.
Sleep well!



