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Im Gebirge

Freitag
14. Mai 2010

 
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Die Kaledonischen Wasserfälle

Die Hähne waren heute früh so rücksichtsvoll, nur die Hintergrundmusik zu machen. Zum Glück wurde Heidi von allein wach, denn heute war wieder eine Wandertour angesagt. Zu den Kaledonischen Wasserfällen sollte es gehen. Dazu wollten wir nicht allzuspät starten, um der Hitze aus dem Wege zu gehen. Ein weiterer Faktor war die Höhe (1200 m ü. NN), der dritte das erfrischende Wasser des Kyros Potamos und der vierte der schattenspendende Bergwald. Dafür nahmen wir die anderthalb Stunden Anfahrt gern in Kauf.

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Kyros Potamos__________________Rustikale Brücke_________________Der große Fall

Jedenfalls hatten wir um 11.00 Uhr die Stiefel geschnürt und den Aufstieg in Angriff genommen. Begleitet wurden wir anfangs von einer deutschen Einzelwanderin, die sich von mir vor einem zwei Meter hohen Wasserfall fotografieren ließ und die dieses Foto später als die Kaledonischen Wasserfälle verkauft haben würde, hätte Heidi sie nicht darauf hingewiesen, daß diese in etwa 15 Meter Fallhöhe besitzen. Das sagt zumindest unser Wanderführer. Auch stimmte der Zeitplan des Wanderführers heute auf die Minute, denn nach 35 Minuten trafen wir am richtigen Kaledonischen Fall auf eine dänische Wandergruppe. Heidis Erfrischungstuch wurde von mir ins Bachwasser getaucht und nach dem Auswringen um ihren Hals gelegt. Dabei muß sich ein Ohrring, der rechte, gelöst haben, wie Heidi nach zwanzig Minuten Weiterwanderns bemerkte. Nicht so schlimm, meinte sie, es war ja kein Brilli.

Plötzlich wurde es laut im Wald. Exkursionsgestreßte Lehrer versuchten sowohl ihre Schutzbefohlenen als auch die Natur zu hüten. Schon daß nur wenige Schüler ihre Unterlagen am Wege vergaßen, muß als Erfolg gewerte werden. Einem der ihren war sogar der Rucksack zu schwer geworden und so hatte er ihn auf einer Bank abgelegt und vergessen.

Als wir am Ende des Naturlehrpfades ankamen, hatten wir bestimmt zwanzig Mal das Bachbett überquert, mal von Stein zu Stein, mal über Brücken gehend. Bis hierher eine sehr schöne Wanderung, bei der wir trotz Schattens und wässrigen Erfrischungen ganz schön ins Schwitzen kamen. Zeit für eine Jause. Die Salami war etwas salzig, paßte dadurch aber sehr gut zum Maisbrot. Und die gestern erstandenen Kekse schmeckten ebenfalls ganz ausgezeichnet. Alle Sorten waren mit Nougat- oder Mandelcreme gefüllt, was den Preis von 12,-€ pro Kilo in einem anderen Licht erscheinen läßt.

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Blick ins Tal
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Ein schöner Weg

Um nicht den selben Weg zurücklaufen zu müssen, so schön er auch war, wählten wir den Rundweg am Ponziaris (1580 m) vorbei zurück nach Psilo Dendro. Durch den teilweise etwas ausgesetzten Weg erhielten wir tolle Ausblicke in Richtung Küste geboten. Von der vor Heidi flüchtenden Schlange sah ich leider nur noch den Schwanz. Es war ein sehr angenehmes bergwandern, bei dem der Weg nur die letzte Viertelstunde nochmal etwas steiler wird. Dafür kann man sich im Restaurant Psilo Dendro umgehend entschädigen, was wir getränketechnisch auch taten.

Auf dem Rückweg nahmen wir ein Bad, bevor wir uns wieder hinauf nach Klonari begaben. Ach, und das Bier war schon wieder alle. Ich kaufte im Laden unserer Wahl einen Kasten Carlsberg, dessen Inhalt ich dann suksessive auf Trinktemperatur herunterkühlen werde.

Zum Abendessen gab's diesmal einen Gurken- und Tomatensalat zum Nudelthunsalat dazu. Beides vermischt ergab eine völlig neue, nicht unangenehme Geschmacksnote. Den restlichen Nudelsalat könnte man doch mit rührei überbacken und somit etwas aufpeppen. Die Fotos wurden noch begutachtet, nur für den Tagebucheintrag reichte die Kraft nicht mehr. Kalinista.

Jost

 

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Vorbereitung zur Bettruhe
 

P.S.: Jetzt hocken die Hähne und Hühner nachts im Weinlaub der nachbarlichen Terrasse. Offensichtlich ist die Hausherrin damit auch nicht so ganz glücklich, denn ich konnte beobachten, wie sie die Viecher mit einer Bambusstange zumindest von einem Teil des Daches vertrieb. Wenn da ein Tisch drunter steht, ist das natürlich ziemlich unangenehm.

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