Zypern - 30. Mai 2010
Abbaden
Kaum hat man sich eingerichtet und schon ist der Urlaub wieder vorbei. Aber Baden fahren wir nochmal, gleich nach dem Frühstück. Gesagt, getan, diesmal sollte es Lady Mill's Beach sein, der an der Halbinsel östlich Limassols gelegen ist. Ich verpasste die günstigste Abfahrt und weiß nicht weshalb. Aber auch von der nächsten Abfahrt aus kamen wir gut zum Strand und der Captain's Cabin.

- Das letzte Bad
Der Parkplatz war bestens gefüllt. Ein junger Mann war vollauf damit beschäftigt, die Gäste einzuweisen. Wir hatten Glück und fanden sogar noch einen freien Tisch auf kippsicherem Terrain. Jetzt waren wohl 90% der angebotenen Strandliegen besetzt. Das lohnte sich für die Pächter vollends. Zuerst gingen Heidi und ich schwimmen. Das Meer war sehr ruhig und es schwamm sich hervorragend. Man brauchte sich kaum zu bewegen und glitt nur so dahin. Dann schickte ich Karin zu Heidi ins Wasser und Günter schloss sich auch gleich an. Ich las, machte ab und an ein Foto und genoss das Strandleben von meinem schattigen Plätzchen aus. Dazu noch ein kühles Bier, was will man mehr? Eigentlich hätte da so ein kleiner Fluglotsenstreit ganz gut gepasst. War aber nix. Die Damen bestellten sich Café Frappé und Günter blieb bei eisigem Erdbeershake. Heidi und ich nahmen noch ein zweites Bad.
Auf dem Weg zum Wasser traf ich noch das englische Paar vom Golfplatzes, dass wir auch schon am Governors Beach getroffen hatten. Es sind übrigens Walliser. Wir unterhielten uns wirklich nett, wobei sich herausstellte, dass die Frau mit ihrem Mann zwei Jahre in Berlin gelebt hat. Er war Militärarzt. Ihr Urlaub endet am Dienstag. "Also alles Gute, meine Frau schwimmt schon." Verabschiedete ich mich.

- Der Eierkuchen im Ofen

- Das ist was Leckeres
Kurz nach 14.00 Uhr fuhren wir zurück nach Klonari, wo Karin und Heidi die restlichen Eier zu den gleichnamigen Kuchen verarbeiteten. Mit den restlichen Marmeladen und Joghurtcreme mundeten sie besonders. Und dann ging's ans Kofferpacken und Aufräumen. Der Akku für den Fotoapparat blieb weiterhin verschwunden. Nebenbei behielten wir Marias Haustür im Auge. Sie schien unterwegs zu sein, denn die Kette hing davor und wir wollten ihr doch noch die Schokolade nebst einer angemessenen materiellen Anerkennung zukommen lassen.

- Abschied von Maria

- Der Grill brennt bestens
Gegen 19 Uhr befeuerten wir ein letztes Mal den Grill, was wiederum reibungslos klappte. Als Karin gerade unter der Dusche verschwunden war, tauchte Maria auf und wir entschieden uns, eine repräsentative Delegation, bestehend aus Heidi und Günter zu entsenden. Ich war als Photograph dabei. Maria nahm das Präsent dankbar entgegen. Auch die restliche Salami spendeten wir für die Katzen.

- Abschiedsschmaus

- Die traute Runde
Inzwischen hatte Karin zum Schutz gegen die wilden Insekten ihr Weihnachtsmannkostüm angelegt. Die Holzkohle war auch gut durchgeglüht und so wurden die ersten Kammscheiben aufgelegt. Die Hühnerbeine folgten nach und gegen 20.30 Uhr begann das letzte Abendmahl auf Zypern. Leider war das Fleisch trotz Einlegens nicht so zart, wie beim letzten Mal und Heidis eines Hühnerbein war noch nicht ganz durch. Alles kein Beinbruch. Wir aßen genüßlich. Als alle gesättigt waren, lagen noch zwei überzählige Beine auf dem Grill. Vielleicht bekommt später nochmal jemand Appetit.
Endlich konnten wir die Schlußrunde im Kniffel ausspielen. Das heißt, als dann abgewaschen war. Ich hatte schon mal die Spielzettel erweitert, sodaß es dann auch gleich losgehen konnte. Die Frauen dominierten in der Endabrechnung mit den Plätzen eins und zwei. Günter und mir blieben nur die Plätze vier und drei. Na ja, wir haben eben Glück in der Liebe. Überschäumende Freude kam auf, als wir Karin baten, die Preise zu verteilen. Ihr Kostümen prädestinierte sie dafür. Erster Preis - ein Golfball nach freier Wahl. Zweiter Preis - der zweite von dreien noch übriggebliebene Golfball. Karin verzichtete großzügig auf den ihr zustehenden Preis. Sie wollte ihr Gepäck nicht unsinnig belasten, zumal Günter den dritten schon verstaut hatte, wie ich aus gut unterrichteten Kreisen erfuhr. Es war wieder ein netter Abend.
Dann verschwanden die Damen im Bad und wir bemerkten aus dem Augenwinkel, dass die weißbraun gefleckte Katze ganz interessiert ihre grauer Artgenossin beobachtete, wie sie ein Hühnerbein verzehrte. Ungeheuerlich, irgendwie muss sie das Teil vom Grill stibitzt haben, obwohl die Glut noch nicht verloschen war. Als ich forsch hinzutrat, verdrückte sie sich flink, ohne ihre Beute zu vergessen.
Nachdem die Frauen sich endgültig zurückgezogen hatten, vernichteten Günter und ich selbstlos die eiskalten Restbestände an Zavinia und quatschten dabei noch bis nach 1.00 Uhr. Wie doch die Zeit vergeht. Als wir auch endlich ins Bett verschwinden wollten, scheuchten wir aus Versehen die Weißbraune vom inzwischen abgekühlten Grill. Sie hatte an dem Grillgitterstäben herumgeknabbert und kippte als Kompott den Grill um, als sie heruntersprang. Klasse! Jetzt stellen wir den Grill mal weg, es reicht. Kalinista.
Jost



