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Prastio

Sonntag
23. Mai 2010

 
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Spaziergang nach Prastio

Pfingsten ist immer etwas Besonderes im Jahr. In erster Linie ist es natürlich ein kirchliches Fest und so auch in Zypern, zumindest im griechischen Teil. Nur die Art und Weise des Feierns ist in dieser Region doch eine etwas andere als bei uns. So wie wir in diversen Reiseführern gelesen haben, kann man hier mit Wasser gereinigt werden und das in allen Formen: ob mit der Spritzpistole oder auf dem Meer, wo zig Boote einen Corso veranstalten und an der Promenade ein Volksfest stattfindet - so steht es also geschrieben.

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Tagebuch schreiben
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Karten schreiben

Wir hatten uns aber für einen ruhigen Tag entschieden und das muß auch der Wettergott gehört haben, der uns schon zum zweiten Mal einige wenige Regenschauer zuteilte. Aber vielleicht war auch Jost schuld daran, denn am Tag zuvor hatte er mit dem Sonnenschirm bewaffnet wieder den Chefhahn von unserer Terrasse vertrieben. Unter wütenden Protesten verließ uns der Gockelanführer daraufhin. Ich glaube, wir können froh sein, daß gerade das Pfingstfest da war, sonst hätten sich die Hähne und Hühner mit den Katzen und Hunden und Igeln sowie Ameisen und diversen Insekten zusammengeschlossen, um unser Ferienhaus zu stürmen - Glück gehabt. So ver­brachten wir die nächsten Stunden mit Lesen, Karten schreiben sowie dem Benutzen der Waschmaschine. Und so vergingen die Stunden und Familile Schneider und Karin brachen so gegen 16.00 Uhr zu ihrer Wanderung auf. Ich beschloß hingegen, an Pfingsten der Kirche zu gehorchen und mich weiter auszuruhen.

Günter

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Karten schreiben

Dabei hätte Günter dann zumindest heute vormittag auch den Kirchgang mitmachen müssen. Die Rosinen­pickerei muß ein Ende haben! Wir fuhren jedenfalls zu dritt nach Kellaki hinüber und stellten das Auto unter­halb der Kirche auf den geräumigen Parkplatz, den wir allerdings mit einem zweiten Mietwagen teilen mußten. Auf dem Wege hinunter ins Tal trafen wir ein wanderndes Pärchen, das uns zur Begrü­ßung den gleichen Wanderführer entge­genhielt, mithilfe dessen wir uns gerade zu orientieren versuchten. Karin hatte das Teil in der Limassoler Souvenierkaufhalle für 4,-€ erstanden und erst später bemerkt, daß seit der Herausgabe kaum 15 Jahre vergangen waren. Die Natur bzw. die durch Menschenhand geschaffenen Veränderungen verhielten sich nicht kartengerecht. Das jetzt in Berlin wohnende Saarländer Paar hatte quasi schon aufgegeben, wollte aber zehn Minuten abwarten, ob wir wieder zurückkämen.

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Prastio von Norden
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Hilfsbereite Dorfbewohner

Das fiel uns natürlich nicht im Traume ein. Wir fragten höflich einen älteren Dorf­bewohner nach dem Weg und er begleitete uns später sogar ein gutes Stück, um uns auf den rechten Weg zu geleiten. Ein anderer, jüngerer Dorfbewohner zückte gleich sein Telefon und aktivierte das integrierte GPS. Mit der Routenplanung für's Auto war uns allerdings nicht zu helfen. Trotzdem Danke für die Mühe.

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Es ist was am entstehen
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Prastio von Süden

Wir folgten der Straße nach Süden und nicht der neu gebauten, direkt zur Perikklesischen Anschlußstraße führenden Piste. Jetzt tauchte auch das Wanderpärchen wieder auf. Und so gingen wir mehr oder weniger gemeinsam den Rest des Weges bis zur kommunalen Taverne, die der Minimarktbesitzer bzw. seine Frau betreibt. Dort gibt es nämlich ein breites Angebot an Speiseeis. Jeder durfte sich zwei Sorten aussuchen und zur Feier des Tages vernaschen. Nur ein kleines Vögelchen, das anscheinend aus dem Nest gefallen war, trübte die Stimmung leicht.

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Aussicht von der Taverne
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Beschwingt zurück zum Auto

IchNhatte den Wandergenossen von dem Minimarkt und dem dort erhältlichen Zivania erzählt und hinzugefügt, daß ich nicht wüßte. ob der Markt geöffnet hätte. Als wir uns verabschiedeten und zum Parkplatz gehen wollten, konnte ich diese Aussage allerdings in ein klares „Ist geschlossen!” ändern, da der Besitzer gerade hier auftauchte. als wir wieder in Klonari und seiner Mühle eintrafen, zögerte Karin nicht, Günter aus seinem kirchengerechten Schlaf zu reißen.

Jost


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Abendstimmung

Tja, da waren sie wieder da, unsere Wandersleut. Es ging so langsam ans Abendessenvorberei­ten. Die Damen hatten sich als Pfingstschmaus etwas besonderes einfallen lassen: Reste­essen! Da wir noch Grillrückstände wie Filet, Steak, Würstchen und auch Schinken als auch noch Gemüse und Reis hatten, wurde alles schön gebrutzelt in der Pfanne. Und es hat allen lecker gemundet. Nur leider war es etwas fettig und so mußten wir bis zur Nachtruhe unsere Mägen mit Schnaps, Bier und Wein beruhigen.

Günter

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