Capu di a Veta
Unser Plan sieht heute den Aufstieg zum Capu di a Veta, ca. 700m hoch, vor. Jost und Heidi haben bereits um 9.00 Uhr ihr Frühstück hinter sich, Günter und Karin essen um 10.00 Uhr - und Wilko??? Er hatte sich am Vorabend auch nicht eindeutig erklärt, ob er mitwandern wollte; im Gegensatz zu Günter, von dem wir es wußten, daß er lieber seinen Ruhetag nutzen wollte. Jedenfalls gehen wir also gegen 10.40 Uhr los.; mit dem Auto fahren wir zur Notre Dame de la Sierra, sind damit also schon 216m hoch auf einem Hügel über der Stadt. Bereits letzten Freitag "on Tour" hatten das Heidi + Jost erkundet, bis zur Kapelle kann man gut mit dem Auto fahren. Ein schattiger Parkplatz war schnell gefunden und gegen 11.00 Uhr begann unser Aufstieg auf 703m ! vorerst auf sandig steinigem Weg.

- Aufwärts
Rechts und links blühende Maccia, und hinter jeder Kurve eine neue umwerfende Ansicht, teils auf Calvi, teils auf die Revellata oder auf's Capu Cavallu. Leichter Anstieg, herrlicher Sonnenschein, langsam rutschen die Sonnenbrillen von den Nasen, der Schweiß läuft nicht nur von der Nase. Der Weg wird steiler und steiniger. Dann beginnt die Klettertour über bizarres Felsgestein, aber ohne größere Anstrengungen. Allerdings schwitzten wir schon mehr. Uns begegnen sogar Wandersleute, die bereits auf dem Abstieg sind. Und immer wieder bei einer Trink- oder Kurzpause, Ausblicke und tolle Pflanzen. Der Pfad verengt sich, wir sind wohl am Fuß des Berges. Man muß aufpassen, wohin man tritt, und es geht steil bergan, aber mit gutem Schuhwerk ist es zu schaffen. Heidis Handy klingel plötzlich - Heinz ruft aus Berlin an und meldet ihre gute Fahrt nach Hause. Weiter geht's über die teilweise wie Stufen geformten Steine und gegen 13.00 Uhr haben wir es geschafft!

- Die Gipfelstürmerinnen

- Freie Sicht
Jost hat sich bereits seiner völlig durchgeschwitzten Shirts + Mütze entledigt, Heidi war glücklich und Karin hatte ihren ersten "Berg" erklommen. Auf dem Plateau ein großes Gipfelkreuz mit Kasten und Gipfelbuch, in das uns Heidi einträgt. Als wir ankommen, sind weitere vier Kletterer oben, als wir uns zum Abstieg begeben, sind noch ca. 15 Leute da. Heute ist eben "Wandertag". Jedenfalls haben wir nach allen Seiten tolle Sicht, klar liegt der Flughafen da, Calvi mit seiner gesamten Bucht, hohe schneebedeckte Berge sind zu erkennen. Einfach umwerfend.

- Die ganze Bucht

- Es ist Schnee
Wir stärken uns mit Wasser, Heidis Keksen und photographieren natürlich. Nach ca. 1 Stunde verlassen wir den Berg, wo inzwischen ein heftiger Wind aufgezogen ist.
Der gesamte Abstieg ist in 1,5 Stunden geschafft, es geht leichter, als gedacht. Aber auch beim Hinunterklettern müssen wir konzentriert darauf achten, wohin wir treten. Und die Echsen kreuzen auch dabei unsere Wege. Kurz vor 16.00 Uhr sind wir wieder bei den Bungalows, wo Günter und Wilko in ihrer Ruhe gestört werden. Sie haben aber den Tag genutzt, um Tagebuch zu schreiben und die restlichen Karten. Karin, Jost und Wilko nehmen anschließend noch ein Bad im Pool, der inzwischen angenehme 24°C hat. Danach fahren Günter, Wilko und Heidi schnell zum "SUPER U" letzte Lebensmittelvorräte ergänzen.

- Wenn's schmeckt...
Wieder zurück wird das Abendbrot bereitet: Kichererbsensalat, Nudeln in Reisform, Ratatouille und Fleischspieße - gebraten. Es scheint geschmeckt zu haben, Willi und Jost leeren die großen Schüsseln. Und einen Rest Kichererbsensalat bekommt der Nachbar. Mit Saktspielen (unsere Männer sind begeistert) bis zum Dunkelwerden, Lesen und Tagebuchschreiben, mit Grand Marnier, Rotwein und Bier klingt unser schöner Tag heute aus.
Karin



