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Strandwanderung

Sonnabend
22. Mai 2004

 

Abschied und Strand

Nach dem Frühstück verabschiedeten sich Barabara und Heinz, um sich auf den Rückweg zu machen (Ziel: Ankunft Sonntag 24.00 Uhr). Leider konnten sie nur eine Woche Mitglied unseres Ferienkollektivs sein.

Auf dem Plan stand für heute eine Wanderung am Strand. Gegen 11.30 Uhr machten sich alle auf den Weg. Alle? Nein, Günter wollte ausnahmsweise einen Ruhetag machen. Nach dem üblichen Kilometer erreichten wir den Stadtkern von Calvi. Dort überraschten uns drei verschiedne "Trachtengruppen":

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______________________________Trachten mit Glocken und Masken

Es hatte wohl was dem "Festival der 3 Kulturen" zu tun, was vom 21.-23. Mai in Calvi stattfand. Eine Truppe machte mittelalterliche Musik und war u.a. mit einem Menschen mit Maske und einem auf Stelzen unterwegs. Jost wurde von ihnen gleich mit Konfetti getauft. Die lustigste Truppe war eine mit Schafskostümen und Zuckertütenmützen geschmückte Truppe. Sie hatten zur "Erkennung" Glocken am Arsch und liefen wie Hähne, damit sie damit "Musik" machen konnten. Nachdem wir uns dieses Spektakel ca. eine halbe Stunde angesehen hatten, machten wir uns endlich auf den Weg zum Strand. Wir wollten möglichst an das andere Ende der Bucht wandern, welches man ja von Calvi sehen konnte. So wurde mit "Wassertreten" losgelegt. Nach ca. 4 km kam ein Fluß - die "la Figarella" - vom Landesinneren in das Meer. Eine Überquerung am Strand war unmöglich. So wurde eine Brücke genutzt, die jedoch zu einem Campingplatz führte. Nach einer Runde um den Campingplatz konnte man nur auf der Straße N197 weiterlaufen. Nach ca. 1 km und einer Kaserne auf der anderen Straßenseite konnte man jedoch wieder an den Strand, welcher jetzt jedoch nur aus Steinen bestand.

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Trockenen Fußes______________Felsformationen______________Strand und Bar

Nach Erklimmung einer Anhöhe wurde beschlossen, ersteinmal Pause zu machen. Nach Verzehr von Matthies Wurstbaguettes ging es weiter. Keine Minute später eröffnete sich vor uns eine schöne Badebucht mit Sandstrand und Restaurant. Dort mußte jetzt natürlich nochmal eingekehrt werden.

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Edelstes Bier
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Blumenpflücken...

Fix wurden vier Biere "Pietra" bestellt und die 0,25l löschten den ersten Durst. Als wir die Rechnung sahen löschte sich auch unser Portemonaie (3,75 € je Bier). Es wurde beschlossen, mit der Bahn zurück zu fahren. War auch ganz praktisch, da die Station "Club Hippique" direkt über der Bucht lag. Wir wussten ja, daß der Zug durch Winken angehalten werden kann (wie beim Anhalter). Wir fuhren zum Strand von Calvi zurück und sprangen noch einmal schnell ins Meer.

Am Abend wurde beschlossen, ein "Resteessen" zu machen. Es gab gebratene Nudeln, Wiener Würstchen, Kartoffelsalat, Hähnchen, Avocado-Creme und Baguette und sowie auch die üblichen leckeren Sachen zu trinken. Wilko spendierte zum Bergfest eine Flasche Kirschen, die aber in Schnaps eingelegt waren und herrlich mundeten. Die drei verbliebenen Männer spielten noch eine Runde Skat (Verlierer der Bierrunde = Günter) und Karin schrieb 12 Postkarten und Heidi las in ihrem spannenden Buch. Zum Abschied wurden die Fotos der letzten drei Tage begutachtet (Josts Foto- und Videoshow) und gegen 24.00 Uhr war Nachtruhe angesagt.

Wilko


Kurze Anmerkung der Abreisenden...

sowie heißer Übernachtungstip, falls jemand in dieser Gegend ein Bett sucht:
komischerweise brauchte die Fähre rückzu 4 anstatt 3 Stunden - ein Rätsel der korsisch-italienischen Verkehrsbeziehungen. Wir wollten an diesem Tag noch so weit wie möglich kommen, aber von 18.00 Uhr bis zum Dunkelwerden um ca. 21.00 Uhr war das dann eben nur Modena-Süd. Ein Schild "bed & breakfast" führte uns in die "Vecchio Mulino Bramante" (Tel. 333 6655378) in S. Donnino: zwei schwarze Riesenhunde (das Feuerzeug!) kläffend hinter einem Eisengitter, welches sich, als der Hausherr die Freitreppe herabschritt, auf Knopfdruck öffnete. Der Herr - grauhaarig, ca. 65 - hatte die Hunde schnell beruhigt und führte uns in das Haus: altes Herrenhaus, großer Saal mit Riesentisch in der Mitte, Einrichtung wie im Museum, tolle alte Möbel und Gemälde, aber auch Kitsch dazwischen, alter Steinfußboden, das Zimmer mit Eheburg (siehe unten!) wie eine Gruft, dunkel, gespenstisch (Bücher und Bilder von Mussolini...). Bis auf den Fakt, daß Heinz meinte, laufend aus dem Bett zu fallen und auf das dritte Lager in diesem Zimmer zog, haben wir die Nacht gut überstanden.

Barbara

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