Bulgarien - 4. August 2020
Für uns die abgespeckte Variante
Der Start für unsere heutige Wanderung ins Tal der sieben Seen (alle Seen befinden sich in über 2000 m Höhe. Sie liegen stufenförmig auf verschiedenen Höhen. Der höchste See - die „Träne” - liegt in 2535 m Höhe) war anderthalb Stunden Busfahrt von unserem Hotel entfernt. Da unser Hotel nicht bereit war, vor 7.30 Uhr das Frühstück anzubieten, wir aber bereits 8.15 Uhr starten wollten/mußten, war der Tagesbeginn fast ein wenig stressig. Für „Genußfrühstücker”, wie mich zu wenig Zeit! So mußte der Rest halt eingepackt werden und verschwand im Rucksack.
- Eine Sesselliftpartie____________Die Seenhütte hinten__________Der Rückweg später
Nach besagter Busfahrt kamen wir an der Talstation des Sesselliftes an. Wir vier hatten uns heute für die kleine Variante der Tour entschieden. So durften wir 1000 Höhenmeter Unterschied mit einem offenen Zwei-Sitz-Sessellift in einer herrlichen 25-minütigen Auffahrt erleben. Bei traumhaftem Sommerwetter in wundervoller Landschaft schaukelten wir zur Bergstation der Rila-Seen-Hütte in 2150 m Höhe. Der andere Teil der Reisetruppe absolvierte diesen Aufstieg zu Fuß☹! Gute Leistung – mußte heute aber für uns nicht sein! Vom Lift ging es zu Fuß als erstes zum unteren See (erster See). Wir sollten heute sechs von den sieben Seen sehen.

- Der untere See
Am zweiten See stand eine kleine Baude (Berghütte Die sieben Seen)
Dort hatten wir die erste Rast.
Dort machten wir eine erste Pause mit Kaffee und Bier. Einen Toilettengang haben wir uns allerdings verkniffen. Warum? -> „Hock-Klo”.
War dann aber irgendwie gar nicht mehr so wichtig, weil es heute auch wieder sehr warm war und es uns auch warm wurde, so daß wir unseren Wassergang mehr übers Ausschwitzen
regulierten☺!
- Punta Giradili_________________Was da wohl steht?___________Hält der Stein?
Dann ging es weiter hinauf und auf Ebenen entdeckten wir die weiteren Seen Nummer 2 bis 5. Aufgrund ihrer Umrisse der Ufer heißen diese zum Beispiel
Zwillingssee
Geht hinten weiter,
Nierensee
Treffender Namen und so weiter. Am fünften See bot uns Wolfgang als Zusatz den sehr lohnenden Aufstieg zum sechsten See, dem „Auge”, an. Traudl wollte als einzige darauf
verzichten. Sie paßte dafür auf unsere Rucksäcke auf. So konnten wir nur mit Wasser und Handy/Fotoapparat leichtfüßig den steilen Aufstieg (30 Minuten) bewältigen.
- Ute vor dem Wasserfall_________Überall Bäche________________Der Augensee
Es bot sich auch ein Blick auf ein kleines Band von Wasserfällen an. Auch ein paar Bachüberquerungen - gar nicht so leicht - waren dabei. Das „Auge” war dann der Höhepunkt der Wanderung. Just zu dem Zeitpunkt kam auch die Sonne zum Vorschein (mittlerweile waren nämlich allerhand Wolken aufgezogen, was aber beim Anstieg schon angenehm war!). Die Bestrahlung durch die Sonne boten nun noch viel intensivere Eindrücke dieses Sees! Die Bergwelt spiegelte sich phantastisch im See. So klar, daß es optisch vortäuschte, dort wäre ein Tal statt der Wasseroberfläche. Man muß es einfach selbst erlebt haben dieses Naturschauspiel, was täuschend echt erschien.

- 360° Fünf der sieben Seen
Dann ging's zuerst zu unseren Rucksäcken und danach weiter in einem Rundkurs zur Gondelbahn zurück. Dieser Abstieg hatte es schon ganz schön in sich – Geröll, Steine… abwärts auch eine Herausforderung! Die Gondelrückfahrt versüßte sich Jost mit einer Bierbüchse. Dann ab mit dem Bus wieder bis zu unserem „BILLA” und Einkauf der Verpflegung für morgen.
- Abwärts geht's___________Pferde auf dem Wanderweg_______Figurengruppe
Nach Abendbrot und Einweisungsrunde saßen wir dann noch in kleinerer Runde mit einem Weinchen neben der Bar zusammen und sanken danach in unsere Betten – ein sehr schöner Tag war zu Ende.
P.S.: Während des Aufstieges konnten wir bis zur Quelle „Die gebenden Hände”
Hübsche Anlage
viele weiß gekleidete Jünger Petar Danows beobachten. Die ersten waren angereist, um an den jährlich
stattfindenden Feierlichkeiten (so 'ne Art Silvester im Sommer)
der weißen Bruderschaft teilzunehmen. Das Ganze geht wohl eine Woche um das dritte Wochenende im August. Die Teilnehmer kommen aus der ganzen Welt und schlafen hier in Zelten.
Wasser wird von der Quelle geholt, an der auch das Logo der Glaubensgemeinschaft eingemeißelt ist.
Jost




