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Bootspartie

Freitag
14. September 2018

 
|Übersicht|

Ausgangspunkt Dartmouth

Am letzten richtigen Urlaubstag wollten wir eigentlich die Dreiverkehrsmitteltour „Round Robin” absolvieren. Aber irgendwie war es nicht möglich, alles innerhalb von 6 Stunden zu schaffen und deshalb schwenkten wir auf die anderthalbstündige Küstentour in Richtung Leuchtturm „Start Point” um. So würden wir Strete und Torcross auch mal vom Meer aus betrachten können.

Wir fuhren mit dem Bus, um nicht durch irgendwelche Parkplatzprobleme belastet zu werden. Die Fahrt selbst dauerte eine halbe Stunde und startete um 9.24 Uhr a.m. am „Kings Arms”. In Dartmouth erkundigten wir uns nach den möglichen Dampferrouten und Abfahrtszeiten. Um 1.30 Uhr p.m. sollte dann die von uns präferierte Partie starten, die wie gesagt anderthalb Stunden dauern sollte.

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Royal Avenue Gardens
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Der Markt

Bis dahin hatten wir allerdings noch dreieinhalb Stunden Zeit, die wir mit einem Stadt­rundgang, dem Mittagessen und den wie nebenbei, zufällig auftretenden Einkaufsanfällen ausfüllten. Durch die „Royal Avenue Gardens” spazierten wir direkt in die sehr an­se­hens­werte Altstadt. Entlang der Delikatessengeschäfte in der Duke Street gelangten wir zum Markt. Dieser Markt ist von Mauern umgeben, an deren Innenseiten die Händler feste Geschäfte betreiben. Es ist aber auch Platz für weitere Stände. Auf dem nördlich gelegenen Freigelände waren ein paar Stände mit Handtaschen oder Blusen und T-Shirts aufgebaut worden. Aber was wirklich Neues oder Originelles fanden wir hier nicht.

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Foss St._________________St. Saviour's Church_________Vor dem Chorus

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Hafenecke_________________Am Fairfax Place__________________The Butterwalk

Wir besuchten die St. Saviour's Church und bewunderten die tolle Türimg_4999
Sieht irgendwie nicht wie 1631 aus
am Seitenschiff sowie ihren eindrucksvollen Verschlußmechanismusimg_4998
Schön stecken lassen!
. Es gibt viele, sehr schöne und gepflegte Häuser. Und in eines, das „Seasalt Cornwall” hieß, verirrte sich dann Heidi doch und ich folgte ihr. Zwei oder drei schicke Oberteile für Heidi und eine Schachtel Socken für mich landeten in unserer Einkaufstüte. Auf dem Weg in Richtung Markt, der Fischstand hatte es uns angetan, denn es waren Mittagsangebote angeschlagen gewesen, mußten wir auch wieder an den Spezialitätengeschäften vorbei. Dort konnten wir auch gleich noch den schwarzen Käse für Matthies und ein paar weitere Leckereien einsacken.

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Die Fische garen
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Das köstliche Mahl

Wir waren aber immer noch zu früh, denn die Fischsuppe würde erst nach 12.30 Uhr ange­richtet sein. Dann drehen wir eben noch eine Runde. Die Fischsuppe war dann sehr gelungen vor allem mit dem sonstigen Meeresgetier darin. Nur etwas nachwürzen mußten wir noch. Aber das ist immer besser als verdünnen müssen. Gegen 1.00 Uhr p.m. schlenderten wir zum Pier, kauften zwei Tickets und beob­achteten Land, Leute und Geflügelimg_5016
Möwe hinter roten Blüten
.

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Eine von vielen Bojen
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Die Fähre unterwegs

Ein Spezialboot barg große Bojen aus dem Dart. Da es in Dartmouth keine Brücke gibt, müssen die Autos mit Hilfe einer der beiden Autofähren ans andere Ufer gelangen.

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Los geht's_____________Blackpool Sands__________________The Lime Coffee Co.

Und dann ging's endlich los. Vorbei am alten Dartmouth Castle gelangten wir in den Kanal. Wir konnten hier und da den von uns absolvierten Wanderweg erkennen und auch eine Bank, auf der wir gerastet hatten. Wir passierten Stoke Flemming mit seiner weithin sichtbaren Kirche und unseren Badestrand Blackpool Sands. Nur den Balkon des Pubs in Srete konnten wir nicht ausmachen. Dann folgte der Kiosk, an dem wir bei unserer etwas verunglückten Unternehmung in Richtung Leuchtturm einen Kaffee getrunken hatten. Noch ein Stück ging es weiter entlang Slapton Sands, bevor der Kapitän wendete.

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Näher kamen wir nicht
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Strete
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Dartmouth Castle_____________Kingswear Castle__________________Kingswear Vorwerk

Er erzählte die ganze Zeit ununterbrochen. Leider nahmen wir ihn schon akustisch kaum war, sodaß seine sicher interessanten Ausführungen vom Winde verweht wurden. Auf der Rückfahrt blieb der Küstenabschnitt natürlich der selbe, nur ergaben sich andere Perspektiven. Auf dem Kingswear Castle war der Union Jack aufgezogen, wurde aber vom Wind hängen gelassen. Zwischen den beiden Castles wurde früher eine Kette zum Schutz des Hafens vor Bösewichten gespannt. Muß ganz schön riesig gewesen sein, die Kette.

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Ebbe im Becken
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Das Dampfroß schnaubt

Da die Bushaltestelle für die Rückfahrt gleich am Hafen liegt, konnten wir uns unmittelbar nach englischer Sitte anstellen. Ein überdachter Wartegang mit schmalen Sitz­ge­le­gen­heiten sorgte für Bequemlichkeit, was ganz gut war, denn der Bus ließ auf sich warten. So konnten wirimg-20180914-WA0002
So saßen wir
noch einen letzten Blick auf das leere Hafenbecken und den in Kingswear einfahrenden Dampfzug werfen.

Auf jeden Fall kamen wir gegen 4.00 Uhr p.m. wieder am Ancor Cottage an und hatten so ausgiebig Zeit, unsere Siebensachen in den Koffern zu verstauen. Auch das klappte bestens. Zum Abendessen vertiglten wir den größten Teil unserer Nahrungsvorräte, so daß es noch fürs Frühstück und die Wegzehrung reichen würde.

Kurz vor 6.00 Uhr p.m. ritten wir zum letzten Mal im Pub ein. Beim Genuss unserer ersten Drinks fragte ich den Wirt, ob er so freundlich wären, uns unsere Flugtickets auszu­drucken. Ich hatte vorhin noch eingecheckt und die Dateien auf die SD-Karte von Heidis Fotoapparat kopiert. „Kein Problem!” Wirklich sehr nett.

Wir genossen den Abend in der gastlichen Lokation, dem aufmerksamen Personal und den netten Gästen. Linkerhand saß ein junger Mann, der sich dann als Tscheche outete, der schon fünf Jahre in Strete lebt und eigentlich aus Liberec stammt, also genau genommen aus Jablonec. Er ist auch in der IT tätig, was schonmal ein ergiebiges Thema abgab. Wir probieren den einen oder anderen Gin. Da unsere Pfundnoten zur Neige gegangen waren, bezahlte ich mit meiner Kreditkarte, was fast berührungslos und ohne irgendwelche Bestätigungsaktionen meinerseits funktionierte. Das erlebte ich so hier zum ersten Mal. Gib deine Karte nur in vertrauensvolle Hände, sonst schrumpft dein Konto, dachte ich so für mich. Es war ein absolut schöner Abschlußabend.

Ach so, Es wurde noch heiß diskutiert, wie lange wir morgen nach Heathrow brauchen würden mit dem Auto. Das von mir konsultierte Navi hatte vier Stunden kalkuliert und Jan meinte, er ginge eher von sechs aus. Hm, wir werden sehen. Wir verabschiedeten uns herzlich vom Wirt und seinen Damen, drückten die eine oder den anderen der Gäste und drückten auch dem Hamburger zum Abschied die Hand. Die Engländer sind ein sehr sympathisches Volk. So durften wir sie erleben. Das mit dem Brexit hatten wir kurz gestreift, bei der Frage, ob wir wieder kämen. So richtig dran glauben, daß es wirkliche Einschnitte geben wird, tut hier niemand. Es wird sich zeigen.

Good night!


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