Sardinien - 28. Mai 2012
Kur- und Erholungstag
Heute sollen die letzten Urlaubsgrüße per Post verschickt werden, was uns nicht daran hinderte, um 9.00 Uhr am Frühstückstisch zu sitzen. Dieser Tisch ist ist etwas wackelig, was ein paralleles Schreiben zu zweit zumindest für Heidi unmöglich machte. Ich habe offensichtlich eine zu unruhige Schrift. Heidi überbrückte die Zeit, die ich für meine drei Karten benötigte, mit ihrem Buch.
Als Heidi dann schrieb, traf eine SMS von Gudrun und Luiz ein. Sie schickten uns die Adresse des Fischladens der Arbataxer Cooperative und die Frage, ob uns der Donnerstag für den Bootsausflug passen täte. Nach einigem Hin und Her trafen wir uns um 12.30 Uhr am Bahnhof Tortoli. Wir hatten inzwischen noch einige Einkäufe getätigt und Geld geholt. Nun wurden wir zum Fischladen geführt, weil die Adresse schwierig zu lokaliseren ist. Wir kauften zwei Merlane, die es zum Abend geben sollte. Bei der Touristeninformation in Tortoli ließen wir uns die Möglichkeiten einer Kahnpartie darlegen. Mit der Vermittlung des Treno Verde hatten wir ja schon gute Erfahrungen gemacht. Wir schafften es, für Donnerstag ein Schlauchboot vorzubestellen, ohne etwas anzahlen zu müssen. Insgesamt waren wir mit dem Ergebnis sehr zufrieden, was uns veranlaßte, im benachbarten Caffé Cappuccini und Espressi zu genießen. Nun mußte aber der Fisch schnellstens in den Kühlschrank. Wir würden uns am Donnerstag um 8.45 Uhr am Hafen von Santa Maria treffen, so lautet die Verabredung.
Im Kofferraum hatten die beiden Merlane ihre kühle Temperatur ganz gut gehalten. Die Einkäufe wurden verstaut und wir teilten uns ein Fladenbrot als Imbiß. Eigentlich sieht das Wetter noch ganz gut aus, da könnten wir doch noch baden fahren. Der Strand mit dem Kunstwerk in Arbatax sah wirkllich gut aus. Also nichts wie hin. Der Sand dort ist zwar grau und somit bei intensiver Sonneneinstrahlung barfuß sicher unpassierbar. Aber es war ja schon später Nachmittag. Und dafür ist es der bisher einzige Strand, an dem der Grund flach ins Meer führt und er ist von drei Seiten windgeschützt.
Als Heidi im Wasser war, begann es leicht zu tröpfeln, obwohl nur eine ganz normale Wolke und das nichtmal über uns zu sehen war. Die Sonne schien und es regnete. Der Regenschirm sah gewiß deplaziert aus. Der Spuk dauerte bestimmt 15 Mnuten. Als wir uns am Strand ausgetobt hatten, fuhren wir noch bei der von Gudrun empfohlenen Cantina vorbei. Der Wein von der Vermentotraube soll ganz toll schmecken. Pech nur, daß wir keine Gefäße dabei hatten. Dadurch konnten wir nicht auf die preiswerten Tankinhalte zugreifen. Wir nahmen aber einen roten und einen weißen Wein in der Flasche mit.

- Baunei von Lotzorai aus gesehen
Zu Hause begann umgehend die Zubereitung der Fische, obwohl Heidi mal in Ruhe kochen wollte. Das Essen geriet ganz vorzüglich. Die Fische wurden einzeln in Alufolie gedünstet. Ausgenommen hatte sie schon der nette Fischhändler, liebevoll gewürzt Heidi. Nein, sie waren nicht versalzen. Dazu gab es Reis und eine Ratatouillevariation. Der Merlan war superzart und mit Knoblauch toll abgeschmeckt. Das Gemüse hatte genau die richtige Schärfe. Ich kann nur erneut sagen: "Lob, Lob, Lob!"
Der Rest des Abends wurde zum Tagebuchschreiben, ich hatte gestern gefaulenzt, lesen und Sudoku-Rätseln genutzt. Buona Notte!



