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Wandertag

Montag
19. Juli 1993

 

Wanderung zur Halbinsel Salos

Gleich nach dem Frühstück um 12.30 Uhr brachen wir (Matthies' und Schneiders) zu einer Wandertour auf die Halbinsel Salos auf. Dabei nahmen wir jede Bucht und Landzunge mit, da hier natürlich kein Wanderweg in dem Sinne existiert und wir nicht unbedingt auf den Straßen bleiben wollten. Ein weiteres Handicap bildeten Walderd-, Brom- und andere Beeren, die keinen richtigen Wanderschritt aufkommen ließen. Als wir dann eine Land­zunge erkundet hatten bzw. im Kreis gelaufen waren, zog's die meisten doch wieder auf die "Straße". Ich versuchte mich weiter am Ufer zu halten, was dann auch gelang. Schließlich stieß ich auf ein Ansiedlung, die wie sich später herausstellen sollte, in Teilen als Freiluftmuseum fungiert.

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Gastfreundschaft

Ein hübches Holzhaus bot das Motiv für eine Videoaufnahme, was dem dort anwesenden Dackel mißfiel. Fortan behielt er mich mißtrauisch im Auge und die Hausherrin mußte ihm erst erklären, daß das schon in Ordnung sei. Und so kamen wir ins Gespräch, das englisch geführt wurde. Als ich nach dem Heimatmuseum fragte, bot der Herr des Hauses an, doch bei ihm einzutreten. Mittlerweile war Günter über den Hang gekommen und bedeutete der restlichen Wandergruppe, daß sie zu uns stoßen sollte. Wir wurden zu Ziegenkäse mit Honig und einem Glas Milch eingeladen und holten unsererseits die zwei mit­ge­führten Bierbüchsen aus dem Rucksack. Die sprichwörtliche Gast­freund­schaft der Litauer zeigte sich hier in beeindruckender Weise. Das Ärzteehepaar aus Kaunas lud uns ein, sie wieder zu besuchen, gab uns noch Hinweise auf weitere Sehenswürdigkeiten des Nationalparks und eine Furt, die wir nutzen könnten, um zum Eisberg zu gelangen. Auch bei gesundheitlichen Problemen dürften wir sie ruhig zu Rate ziehen. Wir bedankten uns, erwiederten das Besuchsangebot und verabschiedeten uns.

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Kamera läuft!

Die Furt fanden wir leider nicht, dafür aber eine nicht kartierte Brücke, deren Benutzung uns jedoch total vom rech­ten Weg abbrachte. Am Ende weinte so­gar der Himmel. Es waren trotzdem fünf erlebnisreiche Stunden. Und als wir an der Sauna vorbeikamen, loderte das Feuer sehr einladend. Wir kamen gera­de recht zum Kalbsgulasch mit Brat­kar­tof­feln oder Spaghetti. Gesättigt und wohl­gemut spielten wir noch etwas mit den Buchstaben. Plötzlich hieß es, daß Freyas Schlafsack zum Trocknen he­raus­gelegt worden sei, da er bei den ausgeführten Löscharbeiten in Mitlei­denschaft gezogen worden wäre. Freya brach alle Rekorde mit 340 Punkten bei vier Mitspielern, da sie 3 mal !!! alle Buchstaben ablegen konnte. Die Sauna mußte ein weiteres Mal gelöscht werden, aber letztendlich war sie absolut gut vorgeheizt. Die neu angebrachten Haken verbesserten das Umfeld und der während der Ruhephasen gereichte Wodka ließ langsam das Banjafeeling erahnen.

Wir konnten Morpheus einen äußerst ereignisreichen Tag vorträumen.

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