Irland - 30. August 2023

- _________Derry
Auf nach Belfast
Erstmal legte das letzte Frühstück in der Republik Irland die richtige Grundlage für den Reisetag. Die Überquerung der Grenze nach Nordirland bekamen wir nur durch Petras Hinweis mit. Da Irland nicht im Schengenabkommen ist, braucht es hier keine Kontrollen. Mal sehen, wie lange das noch so bleibt, denn auch die aktuelle Zollgrenze zu Großbritannien ist ja nur ein Provisorium. Petra rekapitulierte den zumindest hier und da durchaus immernoch vorhandenen Konflikt zwischen katholischen und anglikanischen Bevölkerungsgruppen.
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- Die Forderungen________Ernesto Che Guevara_____________Unschuldig
In Derry konnten wir diverse Graffitis zu diesem Thema ablichten. Im Gegensatz zu anderen europäischen Regionen war hier die katholische Mehrheit seit hunderten Jahren immer der benachteiligte Teil. Es gab Zeiten, da durften landlose Einwohner gar nicht wählen und je nach Größe des Landbesitzes hatte man mehr oder weniger Stimmen. Und dabei hatten die Katholiken praktisch nur geringsten Landbesitz.
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- St. Columban________________Wehrhafte Stadt______________Das Rathaus
Wir umrundet in die Stadt auf der vollständig erhaltenen Stadtmauer und konnten dabei die prägenden Gebäude sehen. Die Kathedrale und das Rathaus waren zwar am interessantesten, aber auch die kleine protestantische Kirche und einige andere Gebäude beeindrucken. So zum Beispiel die Mall, vor der unser Bus stand und in der Heidi bunte, blumige Schuhe fand und auch kaufte.
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- Die westliche Küste______Dunluce Castle_________________Die östliche Küste
Pünktlich fuhren wir weiter, um noch einen kurzen Stop am Magheracross und einen längeren am Giant's Causeway einzulegen. Ein britischer Lord hatte hier für seine geliebte Frau ein Castle errichten lassen. Leider hatte er zu nah am Wasser gebaut. Als der Küchentrakt ins Meer abrutschte, war das Grund genug für die Gute, wieder ins Londoner schöne Leben zu fliehen. Das war's.
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- Causeway von oben___________Weiter geht's nicht____________Causeway von unten
Am Giant's Causeway wanderten wir soweit, wie es erlaubt war. Eine hübsche Tour mit ausgesprochen vielen anderen Fans von Riesensagen oder mineralischen, seltenen Steinformationen oder dem Zusammenspiel von beidem. Im Besucherzentrum hatte sich Heidi einen Audioguide geben lassen, dessen Nutzung aber erst am Ende der Wanderrunde möglich wurde. Wir waren nicht der Straße gefolgt, an der aufsteigend die Nummern der Kommentare angeschlagen waren. Wir kamen praktisch von hinten. Egal, beim Kaffee im Tearoom beziehungsweise davor ließen wir das Erlebte sacken, bis der Bus uns zum neuen Hotel brachte.
Nachdem wir unser Gepäck aufs Zimmer gebracht hatten, stand schon das Abendessen an. Es gab zwar eine Karte zum Abendmenü, da das Ganze aber als Buffet angeboten wurde, handelte es sich dabei vor allem um ein Informationsblatt, aus dem man sich seine Gänge zusammenstellen konnte. Das ist auch keine schlechte Variante. Nach der Suppe kostet da ich die verschiedenen Gerichte in einem Gang, also auf einem Teller durch. Und schon war ich voll auf gesättigt. Heidi legt den Schwerpunkt auf Blumenkohl und Hähnchen, das sollte es gewesen sein.
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- In einer Seitengasse__________Toller Sternenhimmel__________Mit Tandem unterwegs
Petra bot wieder eine kleine Stadteinführung an, an der wir gern teilnahmen. Da das Hotel, direkt an der Belfaster Kathedrale gelegen, praktisch an das
Viertel mit der größten Pubdichte grenzt, bekamen wir gleich den richtigen Eindruck vom Vergnügungsviertel. Manche Pubs liegen an der größeren Hill Street, andere in
abzweigenden Gassen. Livemusik gibt es fast überall, die war aber meist laut und das wiederum uns nicht so angenehm. Petra zeigt uns zwei der von ihr als schönste Pubs
eingestuften Lokale. Wirklich cool, vor allem die Séparées 
Die Tür ist zu öffnen
in der „Crown Bar”
und das Lastenrad 
Hier spielen die Bands
in „Robinsons Bar”.
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- Das Rathaus_________________Der schiefe Turm_____________Die Oper
Ins Rathaus könnten wir morgen gehen und uns ebenso den schiefen Glockenturm genauer betrachten. Am Vormittag ist eine ausführlichere Stadtführung geplant. Die Oper war gut besucht. Die Opernbar ist von außen gut einzusehen und war gerade im Pausenmodus, also voll wie ein Bingobus. Wir tingelten ein wenig durch die Gegend, bevor wir uns einen Pub suchten. Im Ersten war es den meisten zu ruhig, nix los. Im „Stoffohr” war ebenso wenig Platz, wie in der „Durstigen Ziege”.
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- Der Nachbarraum_______________Unsere kleine Runde
- Tabletts an der Decke
Im Endeffekt landeten wir in einem originellen Pub in der Gasse mit den bunten Regenschirmen.
Hier hatten wir Glück und konnten mit circa acht Leuten Plätze ergattern. Der Raum, in dem wir uns das Guinness schmecken ließen, beeindruckte durch grenzenlose
Guinnesswerbung
Guinness macht stark.
Verschiedenste Tabletts zierten die Decke, Reklameschilder und -spiegel die Wände. Und die Geräuschkulisse durch die Gäste war immens. Vom Nachbarraum
schafften es nur sehr vereinzelt Musikfetzen, an unsere Ohren zu gelangen. Aber ein toller Abend und Abschluß des Reisetages. Rückzu brauchten wir nur etwa fünf Minuten ins Hotel.
Sleep well!



