img_20230830_102208 img_20230830_132206 img_20230830_151031 img_20230830_144951 img_20230830_143820

Londonderry
3 und 4 km

Mittwoch
30. August 2023

 
|Übersicht|
lod.png
_________Derry

Auf nach Belfast

Erstmal legte das letzte Frühstück in der Republik Irland die richtige Grundlage für den Reisetag. Die Überquerung der Grenze nach Nordirland bekamen wir nur durch Petras Hinweis mit. Da Irland nicht im Schengenabkommen ist, braucht es hier keine Kontrollen. Mal sehen, wie lange das noch so bleibt, denn auch die aktuelle Zollgrenze zu Großbritannien ist ja nur ein Provisorium. Petra rekapitulierte den zumindest hier und da durchaus immernoch vorhandenen Konflikt zwischen katholischen und anglikanischen Bevölkerungsgruppen.


img_20230830_102609 img_20230830_102313 img_20230830_102228
Die Forderungen________Ernesto Che Guevara_____________Unschuldig

In Derry konnten wir diverse Graffitis zu diesem Thema ablichten. Im Gegensatz zu anderen europäischen Regionen war hier die katholische Mehrheit seit hunderten Jahren immer der benachteiligte Teil. Es gab Zeiten, da durften landlose Einwohner gar nicht wählen und je nach Größe des Landbesitzes hatte man mehr oder weniger Stimmen. Und dabei hatten die Katholiken praktisch nur geringsten Landbesitz.

img_20230830_105700 img_20230830_110451 img_20230830_112409
St. Columban________________Wehrhafte Stadt______________Das Rathaus

Wir umrundet in die Stadt auf der vollständig erhaltenen Stadtmauer und konnten dabei die prägenden Gebäude sehen. Die Kathedrale und das Rathaus waren zwar am interessantesten, aber auch die kleine protestantische Kirche und einige andere Gebäude beeindrucken. So zum Beispiel die Mall, vor der unser Bus stand und in der Heidi bunte, blumige Schuhe fand und auch kaufte.

 img_20230830_131851-pano img_20230830_133541 img_20230830_132323
Die westliche Küste______Dunluce Castle_________________Die östliche Küste

Pünktlich fuhren wir weiter, um noch einen kurzen Stop am Magheracross und einen längeren am Giant's Causeway einzulegen. Ein britischer Lord hatte hier für seine geliebte Frau ein Castle errichten lassen. Leider hatte er zu nah am Wasser gebaut. Als der Küchentrakt ins Meer abrutschte, war das Grund genug für die Gute, wieder ins Londoner schöne Leben zu fliehen. Das war's.

img_20230830_143041 img_20230830_145006 img_20230830_150759
Causeway von oben___________Weiter geht's nicht____________Causeway von unten

Am Giant's Causeway wanderten wir soweit, wie es erlaubt war. Eine hübsche Tour mit ausgesprochen vielen anderen Fans von Riesensagen oder mineralischen, seltenen Steinformationen oder dem Zusammenspiel von beidem. Im Besucherzentrum hatte sich Heidi einen Audioguide geben lassen, dessen Nutzung aber erst am Ende der Wanderrunde möglich wurde. Wir waren nicht der Straße gefolgt, an der aufsteigend die Nummern der Kommentare angeschlagen waren. Wir kamen praktisch von hinten. Egal, beim Kaffee im Tearoom beziehungsweise davor ließen wir das Erlebte sacken, bis der Bus uns zum neuen Hotel brachte.

Nachdem wir unser Gepäck aufs Zimmer gebracht hatten, stand schon das Abendessen an. Es gab zwar eine Karte zum Abendmenü, da das Ganze aber als Buffet angeboten wurde, handelte es sich dabei vor allem um ein Informationsblatt, aus dem man sich seine Gänge zusammenstellen konnte. Das ist auch keine schlechte Variante. Nach der Suppe kostet da ich die verschiedenen Gerichte in einem Gang, also auf einem Teller durch. Und schon war ich voll auf gesättigt. Heidi legt den Schwerpunkt auf Blumenkohl und Hähnchen, das sollte es gewesen sein.

img_20230830_195214 img_20230830_200542 img_20230830_212858
In einer Seitengasse__________Toller Sternenhimmel__________Mit Tandem unterwegs

Petra bot wieder eine kleine Stadteinführung an, an der wir gern teilnahmen. Da das Hotel, direkt an der Belfaster Kathedrale gelegen, praktisch an das Viertel mit der größten Pub­dichte grenzt, bekamen wir gleich den richtigen Eindruck vom Vergnügungsviertel. Manche Pubs liegen an der größeren Hill Street, andere in abzweigenden Gassen. Livemusik gibt es fast überall, die war aber meist laut und das wiederum uns nicht so angenehm. Petra zeigt uns zwei der von ihr als schönste Pubs eingestuften Lokale. Wirklich cool, vor allem die Séparées img_20230830_204007
Die Tür ist zu öffnen
in der „Crown Bar” und das Lastenrad img_20230830_204848
Hier spielen die Bands
in „Robinsons Bar”.

img_20230830_202519 img_20230830_200826 img_20230830_203727
Das Rathaus_________________Der schiefe Turm_____________Die Oper

Ins Rathaus könnten wir morgen gehen und uns ebenso den schiefen Glockenturm genauer betrachten. Am Vormittag ist eine ausführlichere Stadtführung geplant. Die Oper war gut besucht. Die Opernbar ist von außen gut einzusehen und war gerade im Pausenmodus, also voll wie ein Bingobus. Wir tingelten ein wenig durch die Gegend, bevor wir uns einen Pub suchten. Im Ersten war es den meisten zu ruhig, nix los. Im „Stoffohr” war ebenso wenig Platz, wie in der „Durstigen Ziege”.

img_20230830_213929 img_20230830_222958
Der Nachbarraum_______________Unsere kleine Runde
img_20230830_214055
Tabletts an der Decke

Im Endeffekt landeten wir in einem originellen Pub in der Gasse mit den bunten Regenschirmen. Hier hatten wir Glück und konnten mit circa acht Leuten Plätze ergattern. Der Raum, in dem wir uns das Guinness schmecken ließen, beeindruckte durch grenzenlose Guinnesswerbungimg_20230830_223056
Guinness macht stark
. Verschiedenste Tabletts zierten die Decke, Reklameschilder und -spiegel die Wände. Und die Geräuschkulisse durch die Gäste war immens. Vom Nachbarraum schafften es nur sehr vereinzelt Musikfetzen, an unsere Ohren zu gelangen. Aber ein toller Abend und Abschluß des Reisetages. Rückzu brauchten wir nur etwa fünf Minuten ins Hotel.

Sleep well!

Valid CSS!