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Pafos

Dienstag
18. Mai 2010

 
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Ortsbegehungen

In aller Frühe, so gegen 9.00 Uhr, sind die Schneiderleins schon längst dabei, unser leckeres Frühstück auf der bereits sonnigen Terrasse zu bereiten. Dazu hatten sie ja bereits am Vortag den kleinen Tisch aus der Küche hinausgestellt. Günti und ich, wir müssen uns erstmal umschauen, hatten wir doch gestern abend alles hier nur im Dunkeln sehen können. Daher beschließen wir auch, nach dem morgendlichen Mahl einen Rundgang durch das beschauliche Klonari zu machen, was sich auch Schneiders bisher nicht gönnten!

Das Frühstück ist eine gute Grundlage für unsere Unternehmungen: Kaffee aus Maschine und Glasbehälter, Toastbrot, Schinken (zypriotischer) und Schnittkäse, Melone und zwei verschiedene Marmeladen, Honig, Milch, Zucker und Butter - alles ist da. Schnell wird anschließend der Abwasch durch uns Frauen erledigt - an elektrischen Geräten ist alles da außer einer Geschirrspülmaschine. Macht uns aber nix aus! Da wir auch für Nachschub im Kühlschrank sorgen müssen, füllen wir unsere nun gemeinsame Kasse um je 150,-€ pro Eheleute auf; Heidi wird zur Vertrauensperson berufen und verwaltet unseren Reichtum.

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Kirche St. Nikolai______________Prunk überall_________________Erstaunlich

Auf geht es dann gegen 10.30 Uhr zur Dorfbesichtigung. Jost klopft gegenüber bei unserer Nachbarin Maria, um den Schlüssel für die Dorfkirche, einem unscheinbaren, einfachen „Haus”, dem unsrigen schräg gegenüber, zu erbitten. Maria (ist sie 50-60-70 Jahre? - aber der „Kümmerling” für unser Haus und Hof und „gute Geist” des Dorfes) begleitet uns mit einem tatsächlich riesengroßen Schlüssel zur Kirche aus dem 16. Jahrhundert und macht uns auf einige Besonderheiten aufmerksam.

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Das restaurierte Fresko

Wir sind überrascht, welche tollen Wandmalereien, Gemälde und Prunk uns im Innern der Kirche namens St. Nikolai erwarten. Und wir erfahren von Maria, daß ein Mal im Monat hier noch Gottesdienste stattfinden, wir gehen von griechisch-orthodoxen aus. Natürlich gibt es auch eine kleine Spende beim Verlassen der Kirche.

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Günter mit Mühle_____________Seitenstraße__________________Das Kirchenviertel

Nun machen wir uns auf den Weg durchs Dorf. Fünf Katzen, 3 Hühner bzw. 2 Hähne und ein Huhn laufen uns über den Weg. Ansonsten gibt es eine Straße, sechs oder sieben Häuser - oder neun, zählt man die Ruinen mit. Möglicherweise sind es auch keine Ruinen... Am Ende der Straße eröffnet sich eine Ebene, die eigentlich mit Zitronen- und Orangenbäumen beflanzt sein sollte. Zufällig treffen wir einen „Hiesigen”, der uns auf englisch erzählt, daß es hier vor Kurzem gebrannt hat und alle Bäume vernichtet wurden.

Auf dem Rückweg schwenkten wir in die Straße ein, die zum Golfplatz in Vikla, ca.1km entfernt, führt. Das Gebäude und den Parkplatz des Golfplatzes kann man auf einer Anhöhe erkennen. Naja, das kann man sich ja später mal ansehen. Wir spazierten zum Haus zurück und beschließen, bei dem schönen Wetter (sonnig, um 24°C) einen Ausflug nach Pafos zu machen.

Jost erklärt sich bereit, das Auto zu fahren, da Günter sich erst an den Linksverkehr gewöhnen soll! Badesachen noch eingepackt, so geht es gegen 12.00 Uhr auf große Fahrt. Landstraße in Serpentinen über Kellaki und Parekklisia zur Autobahn A6 (ca. 20km), und dann über Limassol (15km) weitere 60km nach Pafos, mit 40000 Einwohnern die kleinste der vier Bezirksstädte der Insel.

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Im antiken Pafos______________Tolle Mosaiken________________Das Theater

Diese Stadt existiert bereits seit dem 7. Jahrhundert vor Christus und hat eine wechselvolle Geschichte durchlebt. Ohne Komplikationen fand Jost den Weg zum Archäologiepark, in dem die berühmten Mosaiken der antiken Stadt zu bewundern sind, die heute zum Weltkulturerbe der UNESCO zählen. Circa zwei Stunden durchstreiften wir diesen Park bei herrllichem Sonnenschein.

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Die rettende Bank
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Im Hafenrestaurant

Heidis Keks retteten uns vor dem Hungertod und Günti rettete eine Bank vor körperlichen Qualen. Am Ein- bzw. Ausgang trafen wir uns alle wieder, um an der Hafenpromenade gemütlich entlang zu schlendern. Natürlich wollten wir auch etwas Eßbares zu uns nehmen, da kam uns die Einladung eines geschäftstüchtigen Kellners entgegen. Auf der Hafenterrasse nahmen wir Platz, an einem der vielzähligen Tische der verschiedenen Restaurants. Wir bestellte alle Fischspeisen, die mehr oder weniger mundeten, tranken eine Flasche Weißwein und Wasser und zahlte 34,-€ zusammen! Da erübrigt sich jeder weitere Kommentar...

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Aus den Kasematten
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Immer was zu erzählen

Wir setzten unseren Spaziergang am Hafen fort, kauften einige Souveniers (Beutel und Karten zum Schreiben) und besichtigten noch das türkische Fort aus dem 16. Jahrhundert. Aber das reichte dann an Kultur für den heutigen Tag! Fix fanden wir dann Parkplatz und unser Auto (ohne Gebühr!), und Jost chauffierte uns dann ohne Probleme nach Klonari, wo wir gegen 17.30 Uhr ankamen.

Da alle keinen Riesenhunger hatten, bereiteten wir Frauen einen Snack zu: für die Männer mit Käse und Salat gefüllte Brottaschen, für die Frauen Salat mit Tomaten, Gurken, Zwiebeln und Feta; und ließen es uns bei Wein, Wasser und Bier, später noch Zibana schmecken. Jost überspielte auch noch die heute gemachte Fotos, die wir uns, einschließlich der Fotos aus der ersten Schnei­derschen Woche, noch zu Gemüte zogen, bevor wir, geschafft vom kulturellen Erlebnis, in unsere Betten fielen.

Karin

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