Zypern - 27. Mai 2010
Erhöhte Temperatur
Frühstück gab es so gegen 9 Uhr und beim Verzehr wurde uns schon klar: Heute wird es einen heißen Tag geben. So beschloss ich spontan, die angekündigte kleine Wanderung heute mal auszulassen. Die restliche Wandergruppe diskutierte ewig, wohin denn der Trip heute gehen sollte: zum verlassenen Dorf, zum Stausee oder beides, oder doch woanders hin... Wie ihr Ausflug verlief, wird Karin anschließend berichten.
Ich machte, nachdem die Wandergruppe Klonari verlassen hatte, in Ruhe Ordnung, bewerkstelligte den Abwasch und hatte dann Ruhe, dachte ich, denn es klingelte mein Handy. Es war Jürgen T., der wissen wollte ob ich noch immer im Urlaub sei. Anschließend rief ich noch meinen Geschäftspartner Detlef in Berlin an, um mich wenigstens einmal im Urlaub zu melden. Jetzt war wirklich endlich Ruhe - aber es wurde immer heißer, so daß es auf der Terrasse kaum auszuhalten war. Ich wechselte also ständig meinen Leseplatz von drinnen nach draußen und umgekehrt. Ab und zu wagte ich einen Blick auf das Thermometer, das seinen Platz im Halbschatten auf der Terrasse hatte und bei 36,8°C dachte ich daran, daß der Rote Strich beim Fieberthermometer ja bei 37°C beginnt.

- Urlaubsidyll
Schon kurz nach 17 Uhr tauchte plötzlich und unerwartet das Wandertrio wieder auf. Naja, bei der Hitze konnte ich es ja verstehen, dass sie keine Lust mehr hatten, da draußen rum zu latschen. Zum Abendbrot haben sie vier Fische (wahrscheinlich Doraden) mitgebracht. Jost und ich warfen den Grill mit der super-zypriotischen Holzkohle und den Superkienäppeln an und haben diese Tierchen zusammen mit vier Lachsspießen gegrillt. Zusammen mit Reis und Gemüse und alles mit Knobloch gewürzt, verspeisten wir ein leckeres Fischgrill-Diner.
Günter
Gegen 11 Uhr am machten wir uns also zu dritt auf den Weg, wir hatten uns für eine kurze, ca. 12 km lange Wanderung am Stausee Germasogeias entschieden. Nur drei Abfahrten auf der A1 entfernt, fanden wir schnell den Weg. Im Ort Germasogeia hofften wir, bei einem kurzen Stopp eine Wanderkarte erstehen zu können. Aber es gab weder ein Tourismusbüro, eine Info oder einen Plan im Ratsstübchen. Dafür war es schon ziemlich heiß. Nach ein bis zwei Kilometern erreichten wir die Staumauer und sahen den Stausee vor uns, nicht unbedingt ein einladendes Wasser - seitdem wir vom Mittelmeerwasser verwöhnt wurden.

- Stausee mit Mauer
Wir entschieden uns, noch ein Stück am Stausee entlangzufahren, nutzten einen Aussichtspunkt, um uns zu orientieren und erreichten nach weiteren 1,5 km einen Parkplatz, der als Ausgangspunkt für eine Wanderung geeignet schien. Bei kühleren Temperaturen jedenfalls. Inzwischen zeigte das Thermometer 36°C, es war zwar windig, aber kein Schatten, sprich hohe Bäume zu sehen. Auch kein Mensch war weit und breit unterwegs - kein Wunder bei der Hitze. Für uns Glück, denn Jost hatte auf der Herfahrt seinen Fotoapparat am Aussichtspunkt liegen lassen, den er aber bei umgehender Rückfahrt unversehrt vorfand.

- Die Kamera ist wieder da

- Die Damen beim Abstieg
Wir änderten unseren Wanderplan, begingen die kleine Halbinsel bis zum Aussichtspunkt, nutzten eine Erholungspause zur Fotosession und stiegen wieder ab. Jedenfalls waren wir durchgeweicht genug vom Wandern und schwenkten um auf Baden im Meer.

- Ein leerer Strand

- Ein kleiner Imbiß
Jost chauffierte uns zur Captain's Cabin am Lady's Beach ab, und siehe da, die Temperatur war über 38-39-40°C im Landesinneren wieder auf 27°C am Meer gesunken. Hier gab es tolle Wellen. Wir nahmen einen Imbiss zu uns: Salat, gebratenen Hallumi (Heidi), Captain's Cabin Steak (Jost), dazu Cappuccino, Juice und Bier. Anschließend stürzten sich Jost und Heidi ins kühle Nass. Danach ging es zurück, denn wir wollten im Supermarkt noch Fisch zum Grillen kaufen, was uns wunderbar gelang. Die Dame am Fischstand verstand zwar kein Englisch, kannte aber eine Verkäuferin, die das konnte. Und dafür konnte sie umso besser die gekauften Doraden entschuppen und ausnehmen. Sozusagen grillfertig bekamen wir die Fische, so daß Heidi diese, nachdem wir gegen 18 Uhr nach Klonari kamen, nur noch wunderbar würzen brauchte. Den Rest des Abends kennen wir ja schon...
Karin



