Comer See - 20. Juli 1998
Wanderung und Anderes
Nach dem Frühstück brachen Heidi, Ute, Maximilian und ich zur Wanderung durch das Valle Meria auf.
- Trockenen Fußes rüber_________________Kaskaden_____________Ein Gumpen lädt zum Bade
Zehn Kilometer nördlich von Lecco gelegen, versprach die Tour entlang der Era viel Abwechselung. Unsere Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Der Wasserstand erlaubte es, daß wir größtenteils trockene Füße behielten, obwohl wir mehrmals den Bach überqueren mußten. Kleine Bassins wechselten mit Stromschnellen und Kaskaden. Ein, zwei Wasserfälle vervollständigten die Vielfältigkeit des Bachlaufes. Nach unserer Rast, einem Bad im kühlen Nass und der entsprechenden Erholung mußten wir weiter bergan. Schweißtriefend wollte ich mich nicht vom Bach verabschieden und so sprang ich noch einmal ins Wasser. Fische flitzten durchs klare Wasser und kleine schwarze Würmchen fanden mich zum Anbeißen; eine unangenehme Überraschung. Der Ausstieg aus der Klamm war hier und da mit Ketten gesichert, was aber wohl eher unsicheren Wanderern Selbstvertrauen geben, als ein Zeichen der Gefahr sein sollte. Die nun passierten Aussichtspunkte ließen noch einmal das kühle Nass aufblitzen und Einblicke in seitliche Täler erfreuten unsere Augen. Dafür setzte uns die Hitze zu. Der Südhang hatte sich ausgiebig aufgeheizt und gedachte, uns zu garen, so schien es. Dies mißlang allerdings dank genau eingeteilter Wasservorräte. Wieder am Brunnenparkplatz in Mandello angelangt, löschten wir erneut auflodernde Durstgefühle und rekapitulierten die herrliche Wanderstrecke. Die Einsamkeit, erst beim Abstieg vom alten Hospiz von Santa Maria trafen wir einen Wanderer, ist immer wieder beeindruckend.

- Maximilian entsteigt der Klamm

- Hospiz von Santa Maria
Die Küstenstraße entlang ging's zurück nach Curcio, wo uns der Rest der Crew entgegen kam. Kurze Abstimmung, die Badesachen geschnappt und ab an den Strand. Nun informierten uns Gisela und Helmut über ihren Tag.
Jost

- Colico-City

- Gisela
Als alle Anderen der Familie zur Bergtour aufbrachen, sind Helmut, Alexander und ich zu Hause geblieben. Wir sind dann mit Alexander Einkaufen gefahren und Alexander ließ sich wieder einmal ein Eis und einen Kaugummi munden. Mittags haben wir uns Nudeln gekocht und Alexander hat prima gegessen. Nachmittag sind wir dann ins Bad gefahren, wo nach einiger Zeit der Rest der Familie von ihrer Wanderung zu uns stieß.
Gisela
Boccia haben wir gespielt, bis uns der Durst an die Tränke zwang. Am Abend zauberten unsere Küchenfeen ein Risotto vom Feinsten und der Rotweinkrug machte die Runde.
Jost



