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Kennenlerntag

Dienstag
14. Juli 1998

 
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Colico am Comer See

Signore Mazzolini begrüßte uns mit einer Flasche weißen Weines der hiesigen Winzergenossenschaft und empfahl uns das vorzügliche Leitungswasser. Es wird von einer Quelle in das Leitungssystem eingespeist und besitzt etliche Inhaltsstoffe, die Leber und Nieren zu höchsten Leistungen anregen sollen. Die ansässigen Mineralwasserhändler nagen wahrscheinlich am Hungertuch. Selbst aus Mailand reisen die Leute an, um ihre Mineralwassertanks aufzufüllen. Den Bäcker, der uns die Frühstücksbrötchen ans Bett respektive an die Haustür bringen soll, habe ich dann doch nicht auf Anhieb gefunden. Aber es gibt genügend Alternativen und so genossen wir unser erstes italienisches Frühstück bei schönstem Sonnenscheine.

Zu Fuß machten wir uns auf, den Ort auszukundschaften. Curcio - der Ortsteil, in dem wir wohnen, hat ausgesprochen malerische, alte Häuser und in der Via Fontana Vecchia ist ein altes Waschhaus zu bestaunen. Auf dem Weg in die City machten wir einen einen Supermarkt und einen Eisladen ausfindig. Das Eis schmeckte allen sehr gut. Nach einer halben Stunde hatten wir dann den Bahnhof erreicht und Ute war um einen Bikini reicher. Am Hafen fanden wir endlich unseren Haus- und Hofbäcker und bestellten 3x4 Brötchen zu morgens um 8.00 Uhr. Die Frauen waren zwar nicht so begeistert, Helmut und mich sprach der Service jedoch ausgesprochen an. Auf dem Rückweg ergänzten wir einige wichtige, ausgegangene Ressourcen (Toilettenpapier) und wanderten wieder heimwärts. Es wurde leichter Salat, eingelegter Käse und Brot gereicht.

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Surf- und Badeparadies

Da das Wetter zum Bade lud, nahmen wir an und erneut die Suche auf, diesmal nach dem offiziellen Badestrand von La Breva. Schon nach der zweiten Ehrenrunde fanden wir die Surfschule und damit das Ziel unserer Wünsche. Es ist zwar kein ordentlicher Sandstrand, aber die Liegewiese ist auch sehr gepflegt und krümelt nicht so. Das Bier am Kiosk ist angenehm gekühlt und kommt für 5000,- Lire pro halben Liter direkt aus dem Hahn. Heidi meinte, der See wäre sauwarm. Für mich ist das Baden trotzdem ausgesprochen erfri­schend. Über die Reinheit bzw. Klarheit besteht absolute Einigkeit - 1A. Von Osten zogen dunkle Wolken heran, kamen aber nicht über die Bergkette des Monte Legnone herüber. Trotzdem bauten wir unsere Liegestühle ab und verfügten uns in unsere Villa Carlo

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Tolle Blumenkreationen

Das Abendmahl war schnell bereitet. Die Gnocci mit Basilikumsauce fand großen Zuspruch und das nicht nur we­gen der ausgeprägten Hungerge­fühle. Formaggio zum Nachtisch rundete das Mahl ab. Damit die Kalorien auch ihrer angestammten Aufgabe nachkommen konnten, betätigten sich Helmut, Maxim­ilian und ich an der Tisch­ten­nis­platte. Bei der hohen Leistungsdichte entschied die Tagesform und zwar ge­gen Maximilian. Zum Ausgleich gewann er dann im Zusammenspiel mit Heidi die erste Activity-Runde und so war alles wieder im Lot. Selbst der panto­mimisch dargestellte und erratene "Pleitegeier" konnte ihren Sieg letzt­endlich nicht verhindern. Auch der Genuß von Rotwein zeitigte erst nach dem Erfolg einige Wirkung und ließ Maximilian bei Hochstimmung ins Bett plumpsen. Der Rest der Sippe folgte dann auch den flehenden Rufen der diversen Ruhestätten.

Jost

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