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Wanderlust

Sonntag
24. August 2014

 
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Mont Tremblant und Umgebung

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Au Petit Poucet

Wir hatten uns den Wecker auf 9.10 a.m. gestellt. Sechs Stunden Schlaf sollten reichen und wir wollten dem Jetleg erst gar keine Chance geben. Anne-Marie und Aimé waren schon auf und wir verschwanden im Bad. Die Dusch­kabine ist groß genug für zwei, was die Morgentoilette wirklich verkürzt. Zum endgültigen Erwachen gab's Kaffee und Orangensaft. Der Plan für heute sah vor, in dem für seine kanadische Origi­nalität bekannten "Au Petit Poucet" zu frühstücken.

Im Endeffekt wurde es ein Brunch. Da die Lokation so bekannt ist, war sie am vor­mit­täglichen Sonntag auch gut über­laufen. Wir nahmen die angekündigte 35-minütige Wartezeit gern in kauf. Zumal man sich beim Kaffee bedienen und in einem kleinen Laden mit diversen, zum Großteil sogar selbst produzierten Köstlichkeiten eindecken kann. Wir schauten nur.

Bei der Wahl meines Mahles ließ ich mich gern beraten. Ich hatte noch nie kanadische Bohnen und beim Ahornsirup soll es auch große Unterschiede geben. Dazu gehörten dann noch Schinken, Omelette, Bratkartoffeln und Schweineohren genannte, gebra­tene Speckstreifen. Alles sehr lecker aber auch sättigend. Gegen 1.00 p.m. waren wir endlich fertig und bereit, den Mont Tremblant zu erfahren. Im Restaurant hatten wir ein Plakat mit dem Hinweis auf das Festival "Wanderlust" gesehen, das auch heute an diesem Ort stattfinden soll.

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Wanderlust_________________Le Lac Mont-Tremblant________Le Mont Tremblant

Aimé brachte uns, nach einem Abstecher an den Lac, bestens nach Mont-Tremblant. Überall wurde musiziert und an diversen Ständen wurden Sportartikel und -bekleidung aber auch diverses anderes feilgeboten. Wir strebten jedoch schnurstracks zur Kabi­nen­bahn, um den eigentlichen Mont Tremblant zu erklimmen. Die Seilbahn war dabei eine angenehme Hilfe. Wir bestiegen den Aussichtsturm und genossen die tolle Aus- und Fernsicht.

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Gruppenfoto________________Konzertvorbereitungen________Wanderlust & Yoga

Als wir wieder unten eintrafen, erarbeitete sich eine Band gerade das Setup für ihre Mikros und Instrumente und zwar auf der Bühne "Wanderlust". Da unsere zwei­stün­dige Parkzeit langsam ablief, konnten wir das Konzert selbst auch nicht mehr genießen.

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Tolle Maschine!

Auf dem Rückweg fragte Anne-Marie, ob wir Mais mögen täten, ja durchaus, und damit begann die sonntägliche Jagd nach frischem Zuckermais. Alle gängigen Gemü­se­mais­läden bzw. -stände hatten offensichtlich keinen Mais mehr. Auch der Stand am Metromarkt, unsere letzte Hoffnung, war nur noch mit Erdbeeren bestückt. Zum Trost kauften wir im Supermarkt dann zwei mit Käse und Tomaten gefüllte Schweinelenden, etwas Wein und Bier. Und als wir nach einer reifen Honigmelone Ausschau hielten, stan­den wir plötzlich vor einem Papp­karton von der Größe einer Gitterbox, voller Maiskolben. Heißa! Das war eine Freude. Ich hob dann noch am dortigen Geld­auto­maten erfolgreich Bares mit der Kreditkarte ab und schon konnten wir heimfahren.

Dort wurde der Hightech-Grill aktiviert und die zwei Lenden auf den Punkt gegart. Die Maiskolben mit Ahornsirup und/oder Knoblauchbutter waren ein Gedicht. Zum Fleisch wurden Brot und Rote Beete gereicht und als Nachtisch gab es einen kleinen, leckeren Eisbecher, gegen den wir uns erfolglos gewehrt hatten. Ich überspielte die 47 aufge­nommenen Fotos auf den Laptop, wo sie sich besser ansehen ließen. Anschlie­ßend blätterten wir noch im Reisetagebuch und unterhielten uns bis uns einfiel, daß Aimé ja morgen wieder arbeiten müßte. Ich glaub, gegen 11.30 p.m. löschten wir das Licht.

Bonne nuit!

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