Mittwoch, den 24. Juni 1992
Abflug
Nach dem gemütlichen Frühstück hab ich noch die Versicherungsunterlagen per Einschreiben mit Rückschein an die DVAG abgeschickt. Die Koffer hatten wir ja schon gestern rausgebracht, so daß wir bloß noch mit dem Handgepäck, die öffentlichen Verkehrsmittel nutzend, natürlich überpünktlich in Schönefeld eintrafen. Beim Einchecken hatten wir Glück und konnten alle sechs in eine Reihe buchen. Da in der Vorhalle keine entsprechende Freude aufkommen wollte, beschlossen wir, umgehend den duty free-Bereich aufzusuchen.

- Das Reisedokument
Dazu mußten wir die Paßkontrolle und den Sicherheitscheck über uns ergehen lassen, wobei vor allem die Paßkontrolle die überraschende Tatsache zutageförderte, daß mein Paß vor sechs Wochen enorm an Gültigkeit verloren hatte und diese nur gegen eine Gebühr von 6,- DM nochmals kurzzeitig auf ein akzeptables Level gehoben werden konnte. Die zu diesem Zwecke anfallenden Schreibarbeiten verkürzten die Wartezeit immens. Heidi fand die Einlage jedoch nicht allzu gelungen - Frauen!
Als unser Flug aufgerufen wurde, erlebten wir die nächste Überraschung: Gerry mit Anhang hatte sich kurz nach uns eingereiht. Wie sich dann herausstellte, hat er in Vilamoura im "Parque Mourabel" zwei Wochen gebucht. Das ist mit dem Auto ca. 15 Minuten von unserem Feriendomizil entfernt.
Der Flug von 3½ Stunden verlief recht kurzweilig, zumal Gerrys kleine Tochter hinter mir saß und mich des öfteren neckte.

- Faro

- Auf der Gangway
Das Essen war ganz ordentlich, wie auch die Sicht. Die Kinder durften zu den Piloten ins Cockpit der Boing 727 der Air Columbus. Das war natürlich was. Nur Florian fand's langweilig. Die Landung in Faro fiel außerordentlich weich aus, ähnlich der Paß- und Zollkontrolle. Dafür dauerte der Bustransfer fast zwei Stunden, wofür uns unser Appartment allerdings entschädigte. Ein sehr kontaktfreudiger Student - Matthias - klärte uns über die lokalen Gegebenheiten auf und so konnten wir uns auf dem Wege zum Minimarkt nicht verlaufen.
Der erste Einkauf verlief auch ohne Sprachkenntnisse sehr erfolgreich, vor allem vom Gewicht und den Hüten her. Heidi bestand darauf, daß ich eine Paßgültigkeitsfeier in Form einer Flasche Sekt auszurichten hätte. Vorher mußten wir allerdings noch an den Strand, den Atlantik begrüßen. Erst im Dunkeln kehrten wir heim, da sich die Katalogentfernung des Strandes vervielfacht hatte.
PS.: Also haben wir eine Flasche Sekt getrunken und sind dann ins Bett gesunken.


